Die Stimmen muslimischer Schriftstellerinnen aus Pakistan, dem Iran und Afghanistan werden im Namen der Frauenrechte innerhalb des Islams synchronisiert. Die Dringlichkeit ihrer Anliegen und die Verfügbarkeit freier glokaler Räume, um ihre Stimmen zu erheben, unterscheiden sich jedoch graduell. Ihre weiblichen islamischen Tropen unterscheiden sich in ihrer Darstellung, ihrem Hintergrund, ihrem Setting und dem Grad der Infragestellung bestehender, frauenfeindlicher, konservativer islamischer Praktiken in ihren jeweiligen Staaten. Diese Studie analysiert, wie Autorinnen aus diesen Regionen das sozio-politische Islamverständnis vor und nach der Etablierung konservativer Regime in Pakistan (1971), im Iran (1979) und in Afghanistan (1989) navigieren und kritisieren. Als sich strikte Ideologien – die von konservativen schiitischen Interpretationen im Iran bis zu rigiden sunnitischen Modellen in Afghanistan und Pakistan reichen – durchsetzen, untersuchen die ausgewählten Erzählungen eingehend Frauenthemen vor dem Hintergrund eines islamischen Fundamentalismus, der sich in unterschiedlichen konfessionellen Formen manifestiert.
Ali Fawad ist der Autor der Monografie Renegotiating Islam with Post-colonial Pakistan and the West: Shamsie, Naqvi, and Haji (Cambridge Publishing) und forscht derzeit zu literarischen Zugängen zu religiösen Archiven. Er war als Dozent am Government Post-Graduate College Civil Lines in Khanewal tätig. Zuvor lehrte er Master- und Aufbaustudiengänge in amerikanischer Literatur, Postkolonialismus und Übersetzungswissenschaft an der Emerson University Multan in Pakistan sowie Grundstudiengänge an Colleges in Kabirwala und Mian Channu (2012–2020). Neben seiner Lehrtätigkeit leitete er Fachbereichsausschüsse und war von 2009 bis 2012 als Supervisor für den British Council tätig. Er beteiligt sich aktiv am globalen Diskurs und hat kürzlich einen Workshop zu indischer Literatur an der Universität Tübingen in Deutschland (2024) mitveranstaltet. In seinem Engagement für das Gemeinwohl ist er seit 2009 Mitglied des Naimun Naseer Welfare Trust, wo er Hilfsmaßnahmen für von Überschwemmungen und der COVID-19-Pandemie betroffene Gemeinden in Pakistan leitet.
»Challenging and Enriching the Archive of Religious Knowledge and Tradition. Literature as a Work of Translation«, in: Post-colonial Studies (In submission).
»Disputation and Glocalisation of Female Identities and Marginalisation in the Fictional Narratives of Female Muslim-European Diasporic Writers«, in: Richa Gupta and Aravinda Bhat (eds.), Women's Writing in India and Europe. Intersecting Narratives from Worlds Apart, Manipal 2025 (Chapter Submitted).
Renegotiating Islam with Post-colonial Pakistan and the West. Shamsie, Naqvi, and Haji, Newcastle upon Tyne 2025.
»Pinterian Model World. Exploring the element of anger in Harold Pinter’s two Plays, The Caretaker and No Man’s Land«, in: Erevna Journal of Linguistics & Literature 7 (2024), No 2, S 1–12.
with: A. Ammar, N. Ali, G. Ayaz, K. Shehzad, H. Naz , »Folklore and Quest for Identity«, in: Third International Social Sciences Conference, Islamabad 2016.
How do Muslim female writers dispute and localize the rise of religious, cultural, and political conservatism? This talk examines the literary responses of female Muslim authors from Pakistan, Iran, and Afghanistan during and after the politicoreligious upheavals of the late 20th century.