Federico Italiano
IFK_Senior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. März 2022 bis 30. Juni 2022

Federico Italiano

PROJEKTTITEL

Spatial Translations. The Cartographic Imagination of Cold War Science Fiction (1957–1969)



PROJEKTBESCHREIBUNG

Der Kalte Krieg verursachte eine räumliche Beklemmung, welche die westliche Imagination nachhaltig prägte: Der Beginn des Space Age fiel tatsächlich mit der globalen Ausbreitung einer unterirdischen, postapokalyptischen Bunkerimagination zusammen. Dieses topologische Zerwürfnis zwischen einem Blick nach oben, Richtung Himmel, und einem Blick nach unten, in die Tiefe der Erde, erzeugte eine »bipolare« Sicht auf die Erdoberfläche. Wie ich mit diesem Projekt zeigen möchte, ist diese räumliche Zerrissenheit als eine Art Spannung zwischen einem klaustrophilen und einem klaustrophobischen Verhältnis zum Raum zu verstehen. Diese Spannung lässt sich an der kartografischen Imagination der europäischen und amerikanischen Science-Fiction dieser Zeit gut veranschaulichen und erforschen. In Anlehnung an das Werk von David Seed und Fredric Jameson und anderen werde ich literarische Texte, Filme und Fernsehsendungen untersuchen, die ungefähr zwischen dem Start der Sputnik-Mission (1957) und der Apollo-11-Mission (1969) produziert wurden. Insbesondere werde ich darauf eingehen, wie diese Texte und Filme die geografischen Ängste, aus denen sie geboren wurden, neu kartiert und übersetzt haben.



CV

Federico Italiano ist Senior Researcher am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Privatdozent am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften der LMU München. Er lehrt an den Universitäten Wien und Innsbruck und war zweimal Gastprofessor an der Universität Graz. Er ist außerdem Lyriker und Übersetzer.



Publikationen

(eds.), The Dark Side of Translation, London 2020; with Jan Wagner (eds.), Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas, Munich 2019; Translation and Geography, London 2016; with Helga Thalhofer, »Schiff und Schrift. Zum Verhältnis zwischen Literatur und Globalisierung«, Arcadia. International Journal of Literary Culture (Special Issue) 51 (2) 2016; with Michael Rössner, Translatio/n. Narration.Media and the Staging of Differences, Bielefeld 2012; Tra miele e pietra. ​Aspetti di geopoetica in Montale e Celan, Sesto 2009.



Deutschlandfunk: Lyrikgespräch: Emmy Hennings, Hugo Ball, Federico Italiano

Lyrikgespräch: Emmy Hennings, Hugo Ball Federico Italiano | deutschlandfunk.de

Besprochen werden u.a. der Gedichtband "Sieben Arten von Weiß" von Federico Italiano (derzeit IF_Senior Fellow). 

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Federico Italiano: »Sieben Arten von Weiß«. | FLATZ Museum

Das Franz-Michael-Felder-Archiv in Kooperation mit dem FLATZ Museum präsentiert die neue Reihe „vice versa“ in Dornbirn: Poesie und Übersetzung. Im Gespräch mit Raoul Schrott (Übersetzung) und Jürgen Thaler zum Gedichtband "Sieben Arten von Weiß" von Federico Italiano (derzeit IF_Senior Fellow). 

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Federico Italiano: "Sieben Arten von Weiß"

Federico Italiano gehört zu den „stärksten Lyrikern seiner Generation“ (La Repubblica). Seine Gedichte verbinden auf höchst originelle Weise Naturbetrachtung – die Reisfelder seiner Heimat Piemont – mit weltumspannend postmodernen Bildern, in denen exotische Riesenkrabben ebenso auftauchen wie nigerianische Scrabble-Weltmeister. Seine spielerisch elegante Lyrik sucht auch den Dialog mit anderen Poeten, ob man sich mit Ted Hughes zum Kaffee verabredet oder Brodsky ein Postskriptum schreibt. „Sieben Arten von Weiß“ versammelt die schönsten Gedichte von Federico Italiano in der glänzenden Übersetzung von Raoul Schrott und Jan Wagner.

Hanser Verlag

 

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30
Mai
2022
18:15
  • Lecture
IFK; IFK@Zoom
Federico Italiano

The beginning of the Space Age paradoxically coincided with the global spread of a subterranean imagination linked to bunkers and underground facilities.

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