Magdalena Schrefel



Zeitraum des Fellowships:
01. März 2026 bis 30. Juni 2026

Das Blaue vom Himmel



PROJEKTBESCHREIBUNG

Im Roman Das Blaue vom Himmel (2026) versucht Magdalena Schrefel, eine Familiengeschichte auch als Umweltgeschichte zu erzählen, weil keine Geschichte mehr ohne die Folie der natürlichen Umgebung, vor der sie stattfindet, erzählt werden kann. Inhaltlich interessiert sie dazu die Frage, wie Literatur das, was wir abstrakt Klimawandel nennen, nicht nur begreifbar, sondern fühlbar machen kann. Und formal beschäftigt sie sich weiter damit, wie eine Geschichte mehr als sich selbst enthalten kann – im Sinne von Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory –, ohne das aufzugeben, was den Roman ausmacht: die Figuren und ihr Erleben in der Handlung. Und wie in den allermeisten ihrer Texte geht es letztlich auch um die Frage, was wir tun, wenn wir einander Geschichten erzählen: Wenn jeder Text ein Archiv ist, wie lässt sich darin Geschichte ordnen?



CV

Magdalena Schrefel studierte nach längeren Arbeitsaufenthalten in Vukovar und Göteborg an der Universität Wien Europäische Ethnologie sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Hörspiele und Theaterstücke, die bisher von Radiosendern und an Theatern in Österreich und Deutschland inszeniert wurden, wurden mehrfach ausgezeichnet und liegen auch in französischer und englischer Übersetzung vor. Im Frühjahr 2022 erschien ihr Erzählband Brauchbare Menschen, der mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet wurde, und ihr gemeinsam mit Valentin Schuster geschriebenes Stück Die vielen Stimmen meines Bruders wurde beim NESTROY 2024 ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

20 Mai 2026
18:30
  • Specials

Denkpausen mit Magdalena Schrefel

»Susan Sontag sagt, dass es die Metaphern sind, die Krankheiten so interessant machen. Metaphern sind Bilder, die helfen können. Aber ist Krieg das richtige Bild für das, was mir widerfährt?«

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