01
Juni
2021
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02
Juni
2021
  • Conference
Österreichische Gesellschaft für Literatur und IFK & IFK@Zoom

Hermann Broch und die österreichische Moderne

Hermann Broch am 9. Juli 1933, aufgenommen von Trude Geiringer in Altaussee

 

Hermann Brochs Werk ist ohne die österreichische Moderne nicht denkbar. Das Symposium führt die Wirkung des Wiener Kreises um Moritz Schlick auf Brochs Denken vor Augen und widmet sich der Auseinandersetzung des Autors mit Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus und Elias Canetti.

Dass Broch Teil der europäischen und amerikanischen Moderne ist, wurde nachgewiesen in Studien zu den Einflüssen Kants und des deutschen Neokantianismus auf seine Erkenntnistheorie und Ethik, in Arbeiten zu den Reflexionen des Erzählwerks von James Joyce in seiner Poetik und in der Schlafwandler-Trilogie, in Aufsätzen zu den politologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Anregungen durch den Roosevelt’schen New Deal, zu Vorträgen über die Bewunderung moderner Malerei von Vincent van Gogh bis Pablo Picasso. Ausgangspunkt dieser Internationalität ist aber die Wiener Kultur zwischen 1900 und 1938: Im Politischen gilt Brochs Sympathie der Sozialdemokratie Otto Bauers, in der Philosophie ist seine kritische Auseinandersetzung mit dem Wiener Kreis zu nennen, in der Malerei ist er fasziniert von Gustav Klimt und Egon Schiele, in der Literatur schließlich ist an die Bezüge zu Karl Kraus, an die intensive Beschäftigung mit Hugo von Hofmannsthal und an die schwierige Freundschaft mit Elias Canetti zu erinnern.

KONZEPTION: Paul Michael Lützeler, Friedrich Vollhardt, Thomas Borgard

 

Ort: Österreichische Gesellschaft für Literatur und IFK & IFK@Zoom

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