12
Dezember
2022
  • Lecture
IFK; IFK@Zoom

Über die allmähliche Professionalisierung des Dilettantismus beim Schreiben. Theorie und Praxis

18:15

 

Im 18. Jahrhundert wurde Rom auch für eine populäre europäische Kultur zum zentralen Mythos. In einem auf intensiver Recherche beruhenden Roman wird Hans von Trotha davon erzählen und davon, wie segensreich die Bewegung des Dilettantismus für die Kultur der Zeit gewesen ist. Und wie gefährlich.

1732 wird in London die Society of Dilettanti gegründet. Sie wird zur einflussreichen Institution für die Aneignung des Mythos Rom in der europäischen Kultur – in der Architektur, in den bildenden Künsten, in der Literatur, in der Geschichtsschreibung. Der Dilettantismus war, in keiner Weise abwertend verstanden, eine breite Bewegung der Aneignung kultureller Werte und Techniken in Theorie und Praxis. Als neues Medium des Dilettantismus, in dem sämtliche Künste eine Verbindung eingingen, um ein neues Weltbild zu zelebrieren, entstand in England der Landschaftsgarten.

Landschaftsgärtner*innen gab es nicht. Also konnte man in dieser Kunst nur dilettieren, die ihre Techniken und Themen dann auch noch aus allen anderen Künsten bezog. Um die Ausrichtung des neuen, ungemein erfolgreichen und populären Mediums entbrannte bald Streit. Welche Position man darin bezog, hing auch davon ab, ob man in Rom war oder nicht.

 

Hans von Trotha hat Germanistik, Philosophie und Geschichte studiert und über Literatur, Philosophie und Gartenkunst im 18. Jahrhundert promoviert. Zehn Jahre lang hat er einen Verlag geleitet. Er gilt als internationaler Spezialist für die Geschichte und Philosophie der Gartenkunst und lebt als Autor, Publizist und Kurator in Berlin. Regelmäßig ist er auf Deutschlandfunk Kultur zu hören. Derzeit ist er IFK_Gast des Direktors.

 

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