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Nach der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager hielten die Alliierten schockierende Bilder von der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie auf Film fest. Diese Filme werden als “Atrocity Films” oder “Gräuel-Filme” bezeichnet. Sie konnten allerdings nur einen Teil dessen dokumentieren, was tatsächlich geschehen war.

NS-Kulturelite: Brillant, aber böse:

Der Jurist Carl Schmitt, der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Schauspieler Gustav Gründgens und der Dirigent Wilhelm Furtwängler haben zwei Dinge gemeinsam: Sie waren alle große Könner auf ihrem Gebiet. Und sie waren Aushängeschilder des Nationalsozialismus. Damit stehen sie stellvertretend für die Art, wie die deutsche Kultur- und Wissenschaftselite mit dem NS-Regime verstrickt war. Mit diesem Phänomen hat sich eine Tagung am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien beschäftigt, die heute zu Ende gegangen ist. Mit Helmuth Lethen, Direktor des IFK.