Im 18. Jahrhundert wurde Rom auch für eine populäre europäische Kultur zum zentralen Mythos. In einem auf intensiver Recherche beruhenden Roman wird Hans von Trotha davon erzählen und davon, wie segensreich die Bewegung des Dilettantismus für die Kultur der Zeit gewesen ist. Und wie gefährlich.
»Über alle Grenzen hinweg«
Gastbeitrag von IFK_Research Fellow Monika Palmberger in »Der Standard«/Album.
»Der Mensch wird als Mängelwesen begriffen«
Wie werden autonome Fahrzeuge, sofern sie Realität werden, unser Menschenbild verändern? Der Berliner Medientheoretiker Christof Windgätter untersucht die anthropologische Bedeutung der Zukunftstechnologie.
INTERVIEW: Alois Pumhösel
Alltag in Jablonec 1994. Vom »Neusiedlergrenzland« zur Euroregion
Jablonec, eine Kleinstadt in Nordböhmen, war nicht zufällig Gegenstand und Veranstaltungsort der sozialanthropologischen Sommerschule, zu der junge Sozialwissenschaftler aus sieben Ländern – Tschechen, Deutsche, Slowaken und Österreicher, ein Russe, eine Amerikanerin und eine Französin – zusammengekommen waren. Die bewegte Geschichte der Stadt spiegelt die politischen, ökonomischen und nationalen Konflikte wider, die in diesem Jahrhundert Europa zerrissen haben und die für uns zum Thema wurden.
Mode als Spiel der Identitäten und Geschlechterrollen: Kulturwissenschaftlerin und Modetheoretikerin Barbara Vinken über Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder und die Mode als aufklärerisches Genre. Barbara Vinken ist im Sommersemester 2022 IFK_Gast des Direktors.
FAZ: Thomas Macho wird 70: Pionier der Kulturwissenschaft
Nach einer Unterscheidung von Isaiah Berlin gibt es unter den Denkern die Igel, die eine große Sache wissen, und die Füchse, die viele Ideen verfolgen. Thomas Macho würde man auf den ersten Blick zu den Theoriefüchsen zählen. Der in Wien lebende und lehrende Kulturhistoriker hat zu Menschen und Tieren, Schuld und Schulden oder zur Ästhetik der Mundhöhle geschrieben. Was ihn von der kulturwissenschaftlichen Faszination an allem und jedem abhebt, ist sein Zug ins Existenzielle. Er drückt sich in Publikationen über die Zeit, den Suizid oder den Tod aus. Zur FAZ
Milos Vec: »Ich will jetzt kein Geschenk haben«
Von 16. bis 18. März 2022 fand am IFK die Tagung GEBEN UND SCHENKEN. GABENÖKONOMIE IM HORIZONT DER DIGITALISIERUNG statt. Über diese verfasste Milos Vec einen Bericht.
Schmelzende Gletscher sind das Abbild der sichtbaren Erderwärmung. Begonnen hat ihre Vermessung im 19. Jahrhundert. Seit damals werden die schwindenden Eismassen auch fotografisch dokumentiert. Wie der Medienwissenschaftler Dominik Schrey in einem Gastbeitrag ausführt, sind die Fotoserien in ihrer Anschaulichkeit die Wegbereiter einer speziellen ökologischen Bildsprache.