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Jablonec, eine Kleinstadt in Nordböhmen, war nicht zufällig Gegenstand und Veranstaltungsort der sozialanthropologischen Sommerschule, zu der junge Sozialwissenschaftler aus sieben Ländern – Tschechen, Deutsche, Slowaken und Österreicher, ein Russe, eine Amerikanerin und eine Französin – zusammengekommen waren. Die bewegte Geschichte der Stadt spiegelt die politischen, ökonomischen und nationalen Konflikte wider, die in diesem Jahrhundert Europa zerrissen haben und die für uns zum Thema wurden.

Nach einer Unterscheidung von Isaiah Berlin gibt es unter den Denkern die Igel, die eine große Sache wissen, und die Füchse, die viele Ideen verfolgen. Thomas Macho würde man auf den ersten Blick zu den Theoriefüchsen zählen. Der in Wien lebende und lehrende Kulturhistoriker hat zu Menschen und Tieren, Schuld und Schulden oder zur Ästhetik der Mundhöhle geschrieben. Was ihn von der kulturwissenschaftlichen Faszination an allem und jedem abhebt, ist sein Zug ins Existenzielle. Er drückt sich in Publikationen über die Zeit, den Suizid oder den Tod aus. Zur FAZ

Schmelzende Gletscher sind das Abbild der sichtbaren Erderwärmung. Begonnen hat ihre Vermessung im 19. Jahrhundert. Seit damals werden die schwindenden Eismassen auch fotografisch dokumentiert. Wie der Medienwissenschaftler Dominik Schrey in einem Gastbeitrag ausführt, sind die Fotoserien in ihrer Anschaulichkeit die Wegbereiter einer speziellen ökologischen Bildsprache.