Die Erforschung weiblicher Gewaltfantasien ist ein Unternehmen, das Mut erfordert. Erstens, weil es eine der Grundannahmen des westlichen Feminismus infrage stellt, nämlich dass die Anwendung von Gewalt und feministische Werte miteinander unvereinbar sind – selbst dann, wenn sich die Gewalt ausschließlich im Reich der Fiktion abspielt.
Krimis sind lange Zeit keine guten Orte für Frauen gewesen: Oft blieb ihnen bloß die Opferrolle inmitten männlicher Mörder und Ermittler. In der Literatur der Gegenwart hat sich das gewandelt. Weibliche Gewaltfantasien werden zunehmend wichtiger – und stellen auch reale Machtverhältnisse infrage, schreibt ifk Fellow Fiona Wachberger auf science.orf.at.
In post-soviet space there is a saying—»communism for chosen ones.« This means that socialism and communism in the USSR, which promised »from each according to his ability, to each according to his needs,« were, in reality, only satisfying the needs of a very small part of the population—mainly of party functionaries and their social circles.
Albtraum der Gleichheit
Der Titel des Vortrags kann auf dreierlei Weisen gelesen werden: Erstens kann jedes politische Projekt als Albtraum gelesen werden, welches die Gleichheit der Menschen zum Ziel hat. Entweder wird rekurriert auf egalitäre Großprojekte, die in einem Albtraum endeten, wie etwa der Stalinismus.
Sechs Jahre nach dem Beginn der Fridays for Future-Proteste fragen sich viele: Wie geht es weiter mit der Klimabewegung angesichts der multiplen Krisen unserer Gegenwart? Es lohnt sich ein Blick in die Geschichte, um die komplexen Gruppendynamiken zu verstehen, die nach den Umweltbewegungen der 1970er- und 1980er-Jahre zu politischen Reformen und neuen Rahmenkonzepten geführt haben.
Inter-religious interactions between Muslims and Jews in Yemen were mediated by practices of vernacular religion, notably the use of amulets, performed by Jews and Muslims alike.
In the years following the »Anschluss«, many Jewish psychoanalysts and philosophers crossed the Atlantic, making their homes in New York City. These immigrants brought with them not only a new psychiatric tradition, but also a slew of political commitments. Like any migration, however, the tradition that arrived was translated and reworked into something new.
Empfänger Unbekannt. Das Erbe der Gabe
»Mauss weiß alles« war unter den Studierenden im Paris der 1920er- und 1930er-Jahre ein geflügeltes Wort. Sein 1925 erschienener Essay über die Gabe wurde indes erst nach seinem Tod 1950 zu einem Klassiker. Aus den Sozial- und Geisteswissenschaften ist Marcel Mauss’ Essay heute nicht mehr wegzudenken.
Der Albtraum als Kulturdiagnose
Albträume haben eine individuelle Seite, der sich die Psychotherapie widmen kann. Sie haben aber auch eine gesellschaftliche. Wie Albträume zur Kulturdiagnose eingesetzt werden können, skizziert der Sozialanthropologe und ifk Fellow Florian Mühlfried in einem Gastbeitrag auf science.orf.at.
Red Threads
Die künstlerischen Forschungsprojekte von Michaela Melián stellen Fragen nach der Historizität von Orten, Erinnerung und Sprache sowie den ihnen innewohnenden Momenten der (Re-)Konstruktion und Projektion.