Als die Umwelt sozial wurde
Die Ökologie gilt meist als Naturwissenschaft. Dabei wird das Verhältnis von Mensch und Umwelt seit Langem auch aus geisteswissenschaftlicher Sicht erforscht. Das Wiener Institut für Soziale Ökologie zählt seit seiner Gründung vor 40 Jahren zu den Vorreitern. Die Wurzeln der Forschungsrichtung zwischen Disziplinen, Wissenschaft und Aktivismus beleuchtet die Wissenschaftshistorikerin Lisa Cronjäger in einem Gastbeitrag auf science.orf.at.
Weibliche Wut als strategische Sackgasse
Wut gilt heute in manchen feministischen Kreisen als authentischer Ausdruck von weiblichem Widerstand und politische Strategie. In einer von Männern dominierten Welt ist das verständlich, meint die Kulturwissenschaftlerin Lisa Downing in einem Gastbeitrag für science.orf.at anlässlich der ifk Tagung »All the Rage«.
Der Verfall als künstlerisches Ideal
Schon prähistorische Malereien zeigen: Der Mensch hinterlässt gern Spuren. Seit den 1960ern gibt es allerdings einen neuen Trend in der Kunst: Werke werden der Vergänglichkeit und dem Verfall preisgegeben, schreibt Yorick Josua Berta in einem Gastbeitrag für science.orf.at.
Ein »Indianer-Café« als Attraktion
Etwas abseits gelegen hat es bei der Wiener Weltausstellung 1873 ein »Indianer-Café« gegeben. Afroamerikanische Kellner servierten dort neumodische Cocktails. Die bizarre Präsentation wurde damals mit einer Mischung aus Neugier und Abwertung aufgenommen, schreibt die Kunsthistorikerin Monika Wagner in einem Gastbeitrag für science.orf.at.
Scheiternde Männer im Gegenwartsroman
Literatur ist stets ein Spiegel ihrer Zeit. Heute fordern Frauen und lange marginalisierte Randgruppen laut und deutlich ihre Rechte ein. Die Autorität des weißen Mannes schwindet zunehmend. In Gegenwartsromanen wird er oft als an seinen Herausforderungen scheiternd dargestellt. Warum, beschreibt ifk Junior Fellow Neela Janssen in einem Gastbeitrag für science.orf.at.
Private Fotos beleuchten Migrationsgeschichte
Vor fast 60 Jahren hat die gezielte Anwerbung von Arbeitskräften aus dem ehemaligen Jugoslawien begonnen. Über die privaten Aspekte dieser Migrationserfahrung ist wenig bekannt. Mit Hilfe von Fotografien untersucht Darko Leitner-Stojanov in einem Gastbeitrag für science.orf.at diese persönlichen Geschichten.
Wenn Kulturerbe auf Umweltkonflikte trifft
Was macht man mit einem alten Lebensraum wie einem Berg, der unproduktiv erscheint, aber voller Potenzial steckt? Am Beispiel der Viehzucht auf dem Balkan in Zeiten des Sozialismus und Postsozialismus geht Ivan Rajković in einem Gastbeitrag auf science.orf.at der Frage nach, was passiert, wenn das Thema Kulturerbe auf Umweltkonflikte trifft.
»Love should be legal« ist bei der Regenbogenparade Anfang Juni in Wien auf Plakaten zu lesen gewesen. Botschaften wie diese sind Symbole der Akzeptanz, erinnern aber auch daran, dass Homosexualität früher kriminalisiert wurde. Seinen Ursprung habe das in der Wiener Moderne um 1900, schreibt Fulbright ifk Junior Fellow Aviv Hilbig-Bokaer auf science.orf.at.
Seit Jahrhunderten prägen teuflische Gestalten unseren Glauben und Aberglauben. Die Kulturwissenschaft schlägt eine Brücke vom Mittelalter zu sozialen Medien. Die Dämonen machen auch bei der ifk Tagung »Sinnliches-übersinnliche Dinge« ihre Aufwartung. Der Standard
Warum Menschen Mythen brauchen
Mythen sind immer schon ein Versuch gewesen, sich vom Schrecken der Wirklichkeit abzugrenzen. In einer Zeit der alltäglichen Krisenerfahrungen kommen sie zu neuer Geltung, schreibt Matthäus Leidenfrost in einem Gastbeitrag auf science.orf.at.