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Mit seiner heute weitgehend vergessenen Schrift Volkskunst, Hausfleiß und Hausindustrie unternahm der Wiener Kunsthistoriker Alois Riegl (1858–1905) den Versuch, die Kunstgeschichte als Kulturgeschichte zu denken. Indem der Essay hier erstmals ausführlich im Kontext seiner Entstehung analysiert wird, eröffnet sich ein neuer, bislang nur wenig beachteter Aspekt im Werk des Wiener Gelehrten.

Der vorliegende Band versucht, Schlaglichter auf die besonderen Probleme und Herausforderungen der Darstellung, Erforschung und Aufarbeitung des von Deutschen und Österreichern initiierten und mit ihren Komplizen durchgeführten Massenmords an den europäischen Judenheiten zu werfen.

Der russische Historiker Aaron Gurjewitsch bevorzugt für seine Forschungen zur Herausbildung des Individuums im Mittelalter altnordische Quellen, weil diese, so schreibt er, nicht der Verzerrung der Übersetzung ins Lateinische unterlägen. Jorge Semprún hat vor kurzem einen Band über seine Erfahrungen als Kulturminister in Spanien zugleich auf Französisch und Spanisch vorgelegt, wobei laut Semprún der spanische Text aus dem französischen entstanden ist; eine erste genauere Betrachtung ergibt Unterschiede in den beiden Texten, welche mehr als nur Nuancen betreffen; bereits die Titel deuten sie an (Federico Sánchez vous salue bien gegen Federico Sánchez se despide de Ustedes).

Wien ist die »Stadt der Musik«. Nicht nur in der internationalen Wien-Wahrnehmung, auch im Selbstverständnis der Stadt Wien und des »Musiklands Österreich« ist dieses Bild zentral verankert. Die Frage nach der Genese dieses Stadtimages ist in der Forschung bislang kaum beleuchtet worden. Sie führt in die Zeit von den 1860er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg zurück.