Institute for Slavic Studies
University of Graz
Besonders subalternen Gruppen wie Zwangsarbeiter*innen, ukrainischen Jüdinnen und Juden und Menschen in okkupierten Gebieten verleiht er eine Stimme. Die dekolonialen Praktiken Averbuchs werden vor dem Hintergrund des Konzepts der kulturellen Translation (Bachmann-Medick) und des Postmonolingualismus (Yildiz) diskutiert. Die Analyse basiert auf einem Close Reading seiner Texte sowie einem Interview mit dem Autor. Die ukrainische Literaturwissenschaftlerin Tamara Hundorova beschreibt die ukrainische Kultur der 2010er-Jahre als eine ›Transitkultur‹, die postkoloniale Traumata verarbeitet und neue Ausdrucksformen hervorbringt. Mit der russischen Invasion der Ukraine haben sich die Dekolonisierungsprozesse intensiviert.