"Die Kinder der NS-Täter". Eine Generation zwischen kommunikativem und kulturellem Gedächtnis.
Vor dem Hintergrund des spezifischen erinnerungspolitischen Kontextes in Österreich fragt Margit Reiter in ihrem Vortrag nach dem kollektiven Gedächtnis der NS Nachfolgegeneration. Anhand von ausgewählten literarischen und autobiographischen Auseinandersetzungen von „Kindern der Täter“ mit ihren in den Nationalsozialismus involvierten Vätern und Müttern beleuchtet sie exemplarisch unterschiedliche Verarbeitungsformen der mehrfach gebrochenen „Erfahrung Nationalsozialismus“ in dieser Generation. Dabei wird sie die jeweiligen (Gegen)Konzeptionen von Vergangenheit und Gegenwart kritisch hinterfragen.
Mag. phil., geb. 1963, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Salzburg und der Universität Wien; 1994-96 mehrmalige Forschungsaufenthalte in Israel; Dissertation zum Thema Die Österreichischen Linken und Israel (Abgabetermin Herbst 1998). Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg.