das ifk

Kontakt

Internationales Forschungszentrum
Kulturwissenschaften
Kunstuniversität Linz in Wien


Reichsratsstraße 17
1010 Wien, Austria
(+43-1) 504 11 26
ifk@ifk.ac.at

  • Anfahrt
    U Bahn: U2 (Schottentor)
    Straßenbahn: 1, 2, D, 37, 38, 40, 41, 42, 43, 44, 71 (Schottentor)

About

Die Philosophie des ifk Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Kunstuniversität Linz beruht auf den Grundsätzen von Überschaubarkeit, Kommunikation und Austausch der Disziplinen. Die Überschaubarkeit seiner Organisation ist nicht Selbstzweck, sondern soll den Gastforscher*innen und Nachwuchswissenschafter*innen Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zentren wie das ifk erlauben es, jenseits der Routine der Universitätsverpflichtungen und entlastet vom Druck des Broterwerbs, den eigenen wissenschaftlichen Projekten nachzugehen. Sie bieten die seltene und in Universitäten kaum noch wahrnehmbare Chance, sich im Rahmen von Diskussionsrunden und Gesprächen auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und Projektentwürfe zu testen. Der freie Austausch von Ideen zwischen den Spezialist*innen unterschiedlicher Fachrichtungen ist aber nicht nur eine Organisationsform innovativer Forschung. Er trifft im akademischen Normalfall auf einen gewissen Widerstand der Disziplinen, die spezielle und schwer übersetzbare Wissenschaftssprachen entwickelt haben.

Der Erfolg unseres Zentrums wird darin bestehen, ein kommunikatives Milieu herzustellen, in dem gemeinsame Fragen verschiedener Disziplinen austauschfähig werden: So wird zum Beispiel erkennbar, in welchem Grad Bildwelten der Naturwissenschaften von ästhetischen Normen gesteuert werden; wie sich die Tradition der philosophischen Anthropologie zu den empirischen Resultaten der neuen Biowissenschaften verhält; wie sich Strömungen der Globalisierung in Stadtplanung und Populärkultur niederschlagen oder warum in Gerichtsverhandlungen ein anderer Begriff von Evidenz herrscht als für den Betrachter/die Betrachterin von Fotografien.

Die Dynamik des Austauschs schafft im Idealfall nicht nur neue Sichtweisen, die über jene hinausgehen, die man aus dem eigenen Fach mitbringt, sondern auch Elemente einer gemeinsamen Sprache und Begrifflichkeit. Wenn das Potenzial von Methoden und Begriffen in vorerst als fachfremd angesehenen Kontexten erprobt wird, können neue Horizonte des Wissens entstehen.

Team

Duka Ristic

Hausreinigung

Organisation

Das ifk Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften ist ein Zentrum der Kunstuniversität Linz, das in Wien verortet ist. Es verfügt über zwei eigene Boards, die es bei seiner Arbeit unterstützen: das International Advisory Board (IAB) und das Executive Board.

Der Internationale Wissenschaftliche Beirat des ifk wählt in seiner jährlichen Sitzung aus den eingegangenen Anträgen die Senior und Research Fellows des darauffolgenden Jahres aus. Er steht der Leitung des ifk bei der Gestaltung und Realisierung eines qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Programms beratend zur Seite.

  • Vorsitzender: Prof. Dr. Andreas Beyer, Universität Basel (Abteilung für Kunstgeschichte)
  • Prof. Dr. Cornelius Borck, Universität Lübeck (Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung)
  • Prof.in Dr.in Monika Dommann, Universität Zürich (Historisches Seminar)
  • Prof.in Dr.in Heike Klippel, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (Medienwissenschaften)
  • Prof.in Dr.in Schamma Schahadat, Universität Tübingen (Slavisches Seminar)
  • Prof.in Dr.in Elisabeth Timm, Universität Münster (Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)
  • Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Ludwig-Maximilians-Universität München (Soziologie/Gender-Studies)
  • Prof.in Dr.in Marie Luise Angerer ✝, Universität Potsdam und FH Potsdam (Medienwissenschaften)
  • Ehrenvorsitzender: Prof. Dr. Carl E. Schorske (1915-2015)

Zu den Aufgaben des ifk Executive Boards zählen unter anderem die Beratung des Rektorats und der Leitung des ifk, die Nominierung eines Mitgliedes der Findungskommission zur Bestellung des Direktors/der Direktorin, die Stellungnahme zur Bestellung von Mitgliedern des internationalen wissenschaftlichen Beirates (IAB) sowie die Evaluierung der Zentrumstätigkeiten (Qualitätssicherung).

  • Univ. Prof. Dr. Helmut Konrad, ehemals Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz und seit 2004 Member of the Board beim »European Association for Quality Assurance in Higher Education« ENQA
  • Univ. Prof.in Dr.in Christina Lutter, Professorin für österreichische Geschichte an der Universität Wien
  • Mag.a Pauline Seidermann, Vorstandsmitglied der Voestalpine Steel Division
  • Univ. Prof. Dr. Gerhard Widmer, Vorstand am Institut für Computational Perception an der Johannes Kepler Universität Linz, Wittgenstein-Preisträger 2009, ERC Advanced Grant 2015

Die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Kunstuniversität Linz) hat ihre institutionellen und programmatischen Wurzeln in der 1947 gegründeten Kunstschule der Stadt Linz, die 1973 zur Hochschule und 1998 schließlich zur Universität erhoben wurde.

Die Gründung war Ausdruck der bewussten kulturpolitischen Abgrenzung zur vorangegangenen NS-Zeit. Davon zeugen insbesondere die Betonung der Grundwerte der Freiheit von Kunst und Forschung, das Bekenntnis zur künstlerischen Moderne bzw. zum zeitgenössischen Kunstschaffen, und die Positionierung der neuen Einrichtung im Spannungsfeld von freier künstlerischer und angewandter, wirtschaftsorientierter Gestaltung. Diese Werte bilden nach wie vor die Basis für das grundsätzliche Selbstverständnis der Kunstuniversität Linz.

Seit 1. Jänner 2004 ist die Universität nach dem neuen Universitätsgesetz 2002 eine juristische Person des öffentlichen Rechts und damit weitgehend selbständig. Die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung verfügt über die vier übergreifenden Institute »Bildende Kunst und Kulturwissenschaften«, »Kunst und Bildung« (Lehramtsfächer), »Medien« und »Raum und Design« sowie über drei Zentren, von denen das ifk in Wien eines ist. Als Kunstuniversität bietet sie kleine Studiengänge mit einer Zulassungsprüfung und eine intensive Betreuung. Im Wintersemester 2015/16 belief sich die Gesamtzahl der Studierenden auf 1.368 Personen

Universitätsrat
Der Universitätsrat genehmigt den Entwicklungsplan, den Organisationsplan, den Entwurf der Leistungsvereinbarung der Universität sowie der Geschäftsordnung des Rektorats. Er nimmt Stellung zur Ausschreibung der Funktion der Rektorin oder des Rektors durch den Senat. Der Universitätsrat wählt die Rektorin oder den Rektor aus dem Dreiervorschlag des Senats, sowie die Vizerektorinnen und Vizerektoren auf Grund eines Vorschlags der Rektorin oder des Rektors und nach Stellungnahme des Senats.

Rektorat
Das Rektorat leitet die Universität und vertritt diese nach außen. Das Rektorat der Kunstuniversität Linz besteht derzeit aus einer hauptamtlichen Rektorin und drei Vizerektor*innen.

  • Rektorin Mag.iur. Brigitte Hütter, MSc
  • Vizerektor für Finanzen und RessourcenMag.rer.soc.oec. Erik Aigner, MBA
  • Vizerektor für Forschung Mag. Dr. Andre Zogholy
  • Vizerektor für Kunst und Lehre Univ.-Prof. Mag.art. Brigitte Vasicek

Senat
Zusammen mit dem Rektorat und dem Universitätsrat bildet der Senat die Leitungsgremien der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung. Ihm gehören anteilig Vertreterinnen und Vertreter der Universitätsprofessorinnen und Universitätsprofessoren, des wissenschaftlichen und künstlerischen Mittelbaus, des allgemeinen Universitätspersonals und der Studierenden an.

Forschungsschwerpunkte

Vor den letzten Dingen // Situiert im Globalen // Andere Arbeit

»Vor den letzten Dingen« war der Untertitel von Siegfried Kracauers posthum erschienenen Buch über Geschichtsschreibung. Dem ifk dient er nun dazu, Fragen nach dem Ende, oder vielmehr: nach dem Beenden zu stellen. In aller Schärfe drängen sie sich mit Blick auf jene eingeschliffenen Produktions- und Konsumgewohnheiten auf, die ein gedeihliches Weiterleben auf dem Planeten gefährden. Das betrifft Mobilität und Energieverbrauch, das heißt die technisch-ökonomischen Möglichkeiten, die weltweit ungleich verteilt sind. Das betrifft Alltagsroutinen: was wir zu uns nehmen, wie wir uns kleiden, wie wir kommunizieren. Es stellt mithin unsere eingeschliffenen Lebensweisen ebenso in Frage wie ihre epistemischen und habitualisierten Grundlagen. Die Frage, womit wir aufhören müssen, können und wollen, damit das so genannte Anthropozän eine Phase oder Krise gewesen sein wird, ist eine eminent politische, zumal sich im Beenden ein notwendiger Neuanfang verpuppt haben könnte. Kulturhistorisch betrachtet sind Anfänge systematisch mit Gesten des Rückgriffs verbunden, exemplarisch die europäische Renaissance, man denke aber auch an aktuelle Projekte des rewildings. Selbst Ruderalpflanzen, die zerstörte Flächen besiedeln, nutzen, was bereits vorhanden ist.

Populist*innen versprechen ihren Wähler*innen, dass sie weitermachen können wie bisher und verbuchen diejenigen, die vom Aufhören, vom Reduzieren, von Postwachstum und Verzichten sprechen grundsätzlich auf der Seite der Feinde der individuellen Freiheit. Der vorgeschlagene Forschungsschwerpunkt setzt dem etwas entgegen und hat zum Ziel, Kulturtechniken, Praktiken, Denkfiguren und Erzählungen des Beendens und Aufhörens so zu untersuchen, dass das Beenden, der Umgang mit dem Ende und der Endlichkeit als aktiv und gestaltbar begriffen werden kann und im Horizont des Neubeginns erscheint.

Fragen, die unterschiedliche kulturwissenschaftliche Disziplinen ansprechen, werden in Form von Tagungen und Workshops untersucht:

1. Wer ruft das Ende aus? Das Ende der Geschichte, das Ende der Welt, das Ende des Menschen – Zeithorizonte werden theoretisch, historiografisch, künstlerisch, literarisch aufgespannt und sie haben Rückwirkungen auf die Betrachtung der Gegenwart. Nicht unwesentlich ist dabei, wie das Danach gedacht oder erwünscht wird. Werden die Gegenwart und ihre Krisen als zwangsweise so, oder als historisch kontingent wahrgenommen? Was folgt daraus für Imaginationen des Zukünftigen? Welche Trajektorien und Zukünfte sind denkbar, wenn von sich verschiebenden Zeithorizonten ausgegangen wird? Wie lässt sich eine das Ende einbeziehende offene Zukunft gewinnen?

2. Nach dem Ende: Wäre es nicht an der Zeit, das Ende vom Jenseits der Schwelle zu betrachten? Haben nicht schon viele Welten – etwa durch Krieg oder koloniale Eroberungen – geendet, wie Eduardo Viveiros de Castro und Déborah Danowski argumentieren? Hier ist der Einsatzpunkt für Untersuchungen zu postapokalyptischen Denkmodellen; aber auch für kulturanthropologische und kulturwissenschaftliche Forschung zu existenziellen Schwellen, etwa zu Kulturtechniken des Trauerns, der Ahnenverehrung, der Genealogie, aber auch zu Fragen der Reparation und Restitution.

3. Postwachstum und conviviality: Der Diskurs um Endlichkeit von Ressourcen und globale Ungleichheit als Preis für Wirtschaftswachstum in privilegierten Zonen begann in den 1970er Jahren mit Denkern wie Ivan Illich, der mit dem Konzept der Kontraproduktivität auf autodestruktive Dynamiken der Industriemoderne hinwies. Degrowth mit seinen Konnotationen von Verzicht und Verlust hat heute jedoch einen prononciert apokalyptischen Beigeschmack. Wie ließe sich hingegen das Schlussmachen mit destruktiven ökonomischen Routinen und Praktiken als ein Schritt hin zu conviviality denken? Hierfür bietet die politische Ökonomie erste Ansätze, insbesondere auch diejenigen des so genannten globalen Südens.

4. Enden, die ein Anfang sind: In den Künsten werden die »Paradoxien des Finalen« (Peter Bexte) konsequent thematisiert, ausgetestet und gestaltet. Dass jedes Ende (eines Romans, eines Musik- oder Theaterstücks, eines Films) auch ein Anfang sein könnte, scheint sogar die Signatur der Moderne zu sein. Anders als in zyklischen Zeitvorstellungen sind für die Moderne Zäsuren entscheidend: Sie scheiden Altes von Neuem, Überholtes von Zukunftsträchtigem und definieren damit auch Zeitgenossenschaft. Denkbar sind hier kunst- oder literaturhistorische bzw. -theoretische Untersuchungen von Künsten des Beendens, auch im Film oder im Theater, oder – forciert – in den digitalen Medien mit ihrer Beschleunigung von Obsoleszenz.

Es ist nicht mehr von der Hand zu weisen, dass die ungeheure Mobilmachung von Menschen, Dingen und Natur, die mit der Neuzeit einsetzte, eine der größten Herausforderungen, vielleicht aber auch Rätsel der Gegenwart bildet. Ein Rätsel gibt uns die Kapitalisierung und Mobilmachung von Ressourcen deshalb auf, weil die daraus folgenden Zerstörungskräfte inzwischen unübersehbar sind, eine Postwachstumswelt auch schon in groben Zügen skizziert worden, der Weg dahin jedoch noch nicht gebahnt ist bzw. als politisch äußerst schmerzhaft imaginiert werden muss. Von sozialökologischer Seite wird argumentiert, dass eine solche »Demobilisierung« nur mit Hilfe sehr grundsätzlicher ökonomischer und kultureller Transformationen erreicht werden könnte, was auch das Selbstverständnis der liberal-bürgerlichen Mittelschichten erschüttert. Rechtspopulismus und Nationalismus sind die jetzt schon auffälligen Symptome dieser Verunsicherung.

Historisch betrachtet ist jedoch Globalisierung weder ein räumlich homogenes Phänomen noch ein zeitlich kontinuierliches. Die Effekte globaler Wechselwirkungen kommen stets lokal zum Tragen, sind also glokal. Selbst die mobilsten Elemente, allen voran die Finanzmärkte, verbinden sich mit situierten kulturellen und ökonomischen Praktiken. Kosten und Nutzen werden nach wie vor hochgradig ungleich verteilt. Seit der neuzeitlichen Kolonisierungswelle ab dem 16. Jahrhundert lassen sich zudem Phasen der Ausbreitung (Feldzüge, Handel, Mission), der Rezentrierung (etwa durch imperiale Machtkonzentrationen) und auch der Deglobalisierung (etwa nach Marktzusammenbrüchen) beobachten. Diese Effekte betreffen ökonomische, geopolitische, aber auch kulturelle Prozesse (Sprachpolitik, politische Diskurse der Nationalisierung etc.).

So gut wie alle aktuellen politischen Problemkonstellationen stehen mit diesen Wechselwirkungen in Zusammenhang. Ob es um Asyl- oder Sicherheitspolitik geht, um Seuchenbekämpfung, um Klimapolitik: Nichts davon ist denkbar, ohne die lange Geschichte der Globalisierung an konkreten Orten mit ins Auge zu fassen. Inzwischen geht es längst nicht mehr nur darum, Mobilität technisch und kulturell nachhaltiger zu gestalten, sondern auch um aktiven Einsatz für ein mögliches Bleiben: Menschen und Tiere sollen vor Vertreibung geschützt werden; und wenn sie fliehen mussten, soll ihnen das Ankommen erleichtert werden. Wie verändern diese Bedingungen unsere Perspektiven auf Mobilität? Auf den globalen Warenverkehr? Aber auch auf »Indigenität«? Auf Zugehörigkeit? Auf Zurechenbarkeit? Auf den Zusammenhang zwischen Biopolitik und Mobilität? Auf Technologien, Designprozesse, Infrastrukturen? Welche Sprachen wird eine zukünftig glokale Welt-Literatur sprechen? Wie kann Vulnerabilität, derzeit in erster Linie ein weiterer Ungleichheitseffekt, zu einem Ankerpunkt von Selbstbeschränkung und geteilter Sorge werden? Welche Rolle werden Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit, Lohn- und Sorgearbeit in der Transition und in einer Postwachstumsgesellschaft spielen? Welche Zeitregimes und Vorstellungen von Zeit, von Anfang und Ende, von Dauer und Geschwindigkeit werden sich epistemisch und lebensweltlich behaupten oder durchsetzen? Welche Begriffe können diese komplexen Prozesse erfassen, ohne einen falschen Konsens oder eine neue Teleologie zu implizieren?

Der Forschungsschwerpunkt Situiert im Globalen geht solchen und ähnlichen Fragen explorativ und interdisziplinär nach. In Tiefenbohrungen und lateralen Blicken sollen historische und kulturelle Konstellationen und Konjunkturen untersucht werden.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt wird unter dem Titel: Andere Arbeit aufgebaut. Dieses Thema soll Bewerber*innen einladen, die sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen, technologischen und ökonomischen Entwicklungen der Arbeitswelt auseinandersetzen. Wir werden in Zukunft vermutlich andere Arbeit verrichten; diese Erwartung wird mit Ängsten und Utopien zugleich assoziiert. Doch schon das »wir« bleibt diffus: Wer ist wir? In welchen Ländern und Kulturen? Männer oder Frauen? Kinder oder Alte? Arme oder Reiche?

Das Spektrum möglicher Projekte ist weit. Andere Arbeit: Der Titel bezieht sich also auf Veränderungen der Arbeitswelt, die teilweise bereits beschrieben und imaginiert wurden, etwa den Wandel postindustrieller Gesellschaften zu Dienstleistungsgesellschaften oder die zunehmende Subjektivierung von Arbeitsbiografien, die sich in Reden von »Ich-AGs« oder dem »unternehmerischen Selbst« (nach Ulrich Bröckling) ausdrücken. Andere Arbeit kann auf Debatten um technologische Perspektiven – Stichworte: Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz – bezogen werden; darum hat das deutsche Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Oktober 2018 eine »Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft« eröffnet. Daran schließt sich die Frage an, ob und wie denn überhaupt »Arbeitsgesellschaften« bleiben werden? Oder wird sich die Prophezeiung des Ökonomen John Maynard Keynes erfüllen, der bereits im Sommer 1930 voraussagte, wir würden 2030 nur noch fünfzehn Wochenstunden mit Arbeit verbringen? Ähnliche Utopien haben übrigens bereits Benjamin Franklin, Karl Marx oder John Stuart Mill formuliert. Wie wird dann das Andere der Arbeit aussehen? Welche Gestalt werden Konzepte der Freizeit, des Urlaubs oder des Konsums annehmen?

Wie würden die Kulturen und ökonomischen Ordnungen eines Zeitalters der Muße aussehen? Müssen wir über eine »Rettung der Arbeit« (Lisa Herzog) nachdenken oder über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (Rutger Bregman)? Würde ein solches Grundeinkommen – unter welchen Bezeichnungen auch immer – zu Prozessen der Renationalisierung oder zu anderen Arten von Globalisierung, etwa zu einer Stärkung globaler Institutionen, beitragen? Für eine Kunstuniversität ist daneben die Frage besonders interessant, welche Schnittflächen zwischen neuen Formen der Arbeit – etwa in den vielzitierten Start-Ups, New Work-Organisationen oder Plattformökonomien – und den Gestalten künstlerischer Praxis zu entstehen scheinen. Wie werden künftige Arbeitsplätze aussehen? Welche Arbeitsarchitekturen werden dann dominieren? Büros, Fabriken, Plantagen, Bergwerke, Labors, Ateliers?

Nicht umsonst reüssiert Kreativität schon seit Jahrzehnten nicht mehr bloß als programmatischer Begriff der Künste, sondern geradezu als ökonomischer Imperativ. Im Kontrast zur Kreativwirtschaft vermehren sich aber auch die »Bullshit-Jobs« (David Graeber), Tätigkeiten also, die nach Eigenwahrnehmung der jeweiligen Akteure und Akteurinnen völlig nutz- und sinnlos sind. Werden wir heute schon, erst recht in Zukunft, mit sozialen Verwerfungen und Bruchlinien konfrontiert, die sich nicht mehr bloß auf die wachsenden Differenzen zwischen arm und reich, sondern auch auf Sinn und Wert der Arbeit selbst beziehen? Und welche Arbeiten – zum Beispiel Hausarbeit oder Pflegedienste – werden künftig in Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts einbezogen werden? Welche Bedeutung wird der freiwilligen Arbeit (voluntary work), im Deutschen oft unter dem absurden Titel »Ehrenamt« diskutiert, verliehen werden?

 

Andere Arbeit: Mit allen genannten Themen verbindet sich die Frage nach den kulturellen Gestalten der Arbeit. Unsere kapitalistische Arbeitsethik ist noch nicht sehr alt; Max Weber hat sie bekanntlich mit dem Aufstieg einer puritanisch-calvinistischen Moral assoziiert. Welche Vorstellungen werden womöglich an ihre Stelle treten? Und mit welchen Bildern werden wir tatsächlich das Andere der Arbeit beschreiben? Jüngst erst hat der französische Anthropologe Marc Augé – in seinem Manifest über L’Avenir des Terriens (2016), die Ankunft der Erdbewohner – die »Utopie der Bildung für alle« als die »einzige Utopie« bezeichnet, »die für die kommenden Jahrhunderte zählt und deren Fundamente mit aller Dringlichkeit gelegt und befestigt werden müssen«.[1] Die Forderung klingt ein wenig nach »lebenslangem Lernen«; welche anderen Formen kultureller Sinnstiftung könnten sich, nach dem »Verschwinden der Religionen«, das Augé ebenfalls für wahrscheinlich hält, durchsetzen und behaupten?

 

[1] Marc Augé: Die Zukunft der Erdbewohner. Ein Manifest. Übersetzt von Daniel Fastner. Berlin: Matthes & Seitz 2019. S. 21

Geschichte

Das ifk Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften ist ein Zentrum der Kunstuniversität Linz mit Sitz in Wien. Seit seiner Gründung als interdisziplinäres Wissenschaftskolleg fördert das ifk Forschung, die kulturelle, historische, ästhetische und gesellschaftliche Fragestellungen über Fachgrenzen hinweg verbindet. Internationale Gastwissenschaftler*innen sowie Nachwuchsforscher*innen arbeiten am ifk als Fellows an eigenen Projekten und bringen ihre Perspektiven in einen intensiven Austausch ein – mit dem Ziel, Methoden, Begriffe und Denkweisen in neuen Kontexten zu erproben und daraus neue Horizonte des Wissens zu entwickeln. Ergänzt wird die Fellowship-Arbeit durch ein öffentliches Programm aus Vorträgen, Konferenzen und Workshops sowie Formate, die Forschung in die Stadt und in aktuelle Debatten tragen.

Anfang der 1990er-Jahre entschied die damalige Koalitionsregierung von SPÖ und ÖVP – Wissenschaftsminister war Erhard Busek – in ihrem Regierungsübereinkommen die Errichtung eines Zentrums für interdisziplinäre Geisteswissenschaften.

Das Zentrum für interdisziplinäre Geisteswissenschaften wurde unter der Federführung von Professor Moritz Csáky als »IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften« aus der Taufe gehoben. 1992 als Verein gegründet, nahm es 1993 seinen vollen Betrieb in der Danhausergasse 1 im 4. Wiener Gemeindebezirk auf.

Sein Gründungdirektorium, bestehend aus Professor Moritz Csáky, Professorin Helga Nowotny, Professor Dieter A. Binder und Professor Manfred Wagner, schuf in den darauffolgenden drei Jahren gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Koordinator Dr. Lutz Musner die organisatorischen Strukturen eines internationalen Wissenschaftskollegs für interdisziplinäre Kulturstudien.

Wesentliche Aufgaben der Institution waren die Bereitstellung einer Infrastruktur für internationale Gastwissenschaftler*innen, die durch einen wissenschaftlichen Beirat ausgewählt wurden, und die Veranstaltung von öffentlichen Konferenzen, Workshops und Vorträgen.

Die ersten inhaltlichen Schwerpunkte deckten die Themenfelder »Kulturelle Pluralität in Mitteleuropa«, »Wissenschaftsforschung« sowie »Kunst- und Kulturgeschichte« ab, dazu wurden die ersten hochkarätigen Forscher*innen, darunter Edward Timms (Karl Kraus), Jean-Pierre Cometti (Ludwig Wittgenstein) und Jaques Le Rider (Wiener Fin-de-Siècle), eingeladen.

1996 wurde als erster Direktor Professor Gotthart Wunberg (Tübingen) berufen, unter dessen Ägide u. a. das Junior Fellowship-Programm für österreichische Dissertant*innen eingeführt wurde.

Der erfolgreiche Schwerpunkt war der Erforschung historischer bzw. kollektiver Gedächtnisse gewidmet. Aus den zahlreichen internationalen Forscher*innen, die sich mit thematisch passenden Projekten bewarben, wählte ein Wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus renommierten Expert*innen wie Aleida Assmann, Lorraine Daston und Carl E. Schorske, die Fellows.

Die nächsten beiden Schwerpunkte beschäftigten sich mit »Metropolen im Wandel – die moderne Stadt als Gegenstand der Kulturwissenschaften« und mit der »Geschichte der Kulturwissenschaften«. Bei der Auswahl der Senior und Research Fellows durch den IAB war jedoch nicht der Bezug zu einem der Schwerpunkte das maßgebliche Kriterium, sondern die hervorragende Qualität der Fellowship-Anträge.

Ab dem Wintersemester 1997/1998 ermöglichte das ifk seinen Junior Fellows den Aufenthalt am ifk für ein volles akademisches Jahr, während sich das Fellowship davor auf einige Monate beschränkt hatte. Trotz der bescheidenen Raumverhältnisse am Standort Danhausergasse konnten nun vier Dissertant*innen gleichzeitig am Zentrum an ihren Dissertationsprojekten arbeiten.

Mit der Übersiedlung an den jetzigen Standort Reichsratsstraße 17, 1010 Wien, konnte die Anzahl der Arbeitsplätze für Junior Fellows auf acht erhöht werden. Weitere zehn Arbeitsplätze stehen für jeweils nach einem Semester wechselnde Senior und Research Fellows zur Verfügung.

Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen es auch, regelmäßige Arbeitsseminare für alle Fellows abzuhalten, um aktuelle Themen und Verfahren der Kulturwissenschaften zu debattieren. Ebenso konnte das Veranstaltungsprogramm auf rund dreißig Vorträge sowie acht bis zehn internationale Tagungen und Workshops pro Jahr erweitert werden.

Unter dem Nachfolger von Gotthart Wunberg, Professor Hans Belting (Karlsruhe), wurden neue Akzente in Richtung interdisziplinäre Kunst- und Bildwissenschaft gesetzt und ein neuer Forschungsschwerpunkt mit dem Titel »Kulturen des Blicks« ausgeschrieben. Dieserart war es möglich, die historisch- und literaturwissenschaftlich-kulturwissenschaftliche Basis des ifk erfolgreich in Richtung Medien- und Bildanalyse auszuweiten.

Mit der Übernahme der Direktion durch den Germanisten und Kulturwissenschaftler Professor Helmut Lethen (Rostock) im Jahr 2007 wurden sukzessive weitere Schwerpunkte für das wissenschaftliche Profil des ifk entwickelt und international ausgeschrieben: »Kulturen der Evidenz. Die Wirklichkeit der Kulturwissenschaften«, »Die kulturellen Paradoxien der Globalisierung«, »Verlorene Gewissheiten – Lebenswelten und Wissen im Übergang« sowie »Imaginationen der Unordnung«.

Ab Anfang der 2000er-Jahre konnte das ifk mit Unterstützung des BMWF ein Auslandsstipendien-Programm für die Junior Fellows im Anschluss an den Aufenthalt am ifk sowie jährlich stattfindende Sommerakademien für Nachwuchswissenschaftler*innen finanzieren.

Damit wurde neben der Vermittlung innovativer Forschungsansätze in den Kulturwissenschaften die zweite wesentliche Säule des ifk, nämlich die wissenschaftliche Nachwuchsförderung, nachhaltig ausgeweitet und qualitativ verbessert. Wie erfolgreich ifk »Absolvent*innen« ihre Karrierewege in den Feldern Wissenschaft und Kultur fortsetzten, lässt sich aus den jährlich durchgeführten Laufbahnerhebungen ablesen.

Helmut Lethen forcierte nicht nur den intensiven Austausch der Fellows in den von Gotthart Wunberg initiierten internen Seminaren, sondern trieb auch die Nachwuchsförderung weiter voran. Er führte die so genannten »Dissertationswerkstätten« ein, in denen die Junior Fellows ein exemplarisches Kapitel ihrer Doktorarbeit präsentieren und in einer kollegialen Atmosphäre diskutieren.

Eine weitere, viel genützte und sehr geschätzte Möglichkeit des Austausches bot sich am neuen Standort Reichsratsstraße in Form der geräumigen Küche, die für Junior, Research und Senior Fellows bald zum Zentrum der informellen Kommunikation und zur Schmiede neuer wissenschaftlicher Ideen und freundschaftlicher Kontakte wurde.

Neben den renommierten Gastwissenschaftler*innen und den von den Junior Fellows vorgestellten innovativen Projekten führte die Nähe zur Universität Wien und ihren einschlägigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Instituten dazu, dass die Besucher*innenzahlen der ifk Veranstaltungen sprunghaft angestiegen sind und sich auf einem hohen Niveau stabilisiert haben.

Während all dieser Jahre spielte der ifk Vorstand eine wesentliche Rolle u. a. bei der Bestellung der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats und bei der internationalen Ausschreibung bzw. Bestellung der jeweiligen Direktoren des Zentrums.

Die wichtige Funktion des Vorstandes zeigte sich auch, als 2010 das weitere Schicksal des ifk infolge eines Regierungsbeschlusses plötzlich ungewiss war.

Damals verfügte die seinerzeitige Bildungsministerin die Einstellung der Finanzierung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, es sei denn sie würden an Universitäten angegliedert werden. Nach der Empörung und des darauf folgenden Einsatzes in- und ausländischer Wissenschaftler*innen und dank der Vision von Reinhard Kannonier, der sich als amtierender Rektor für die Einbindung des ifk in die Kunstuniversität Linz engagierte, konnte das Fortbestehen des ifk mit dem Standort Wien gesichert werden.

Nach einer Übergangsphase von vier Jahren ist das ifk seit Januar 2015 ein vollwertiges Zentrum der Kunstuniversität Linz und kann seine Arbeit in Wien weiterführen.

Die Angliederung an die Universitätsstruktur hat in der Verwaltung und der technischen Infrastruktur einige grundlegende Veränderungen mit sich gebracht, die wissenschaftliche Unabhängigkeit und Arbeitsweise des ifk blieben jedoch unverändert.

Der Internationale Wissenschaftliche Beirat geht seiner Arbeit wie ehedem nach, und der ehemalige Trägerverein wurde in einen Freundesverein, den Verein der Freunde und Freundinnen des ifk, überführt. Der Fellowbetrieb und das Veranstaltungsprogramm des ifk folgen der altbewährten Struktur.

Die innovative und dynamische Kunstuniversität, die auch über prominent besetzte Abteilungen für Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte verfügt, eröffnet neue spannende Perspektiven für das ifk:

Die drei Forschungsachsen der Kunstuniversität sind: Kunst: zeitgenössisch und zukünftig, Postdigitale Kulturen, Nachhaltige und kritische Gestaltung, Transformative Forschung und Bildung. Mit dem Ars Electronica Center bestehen Kooperationen auf mehreren Ebenen, das VALIE EXPORT Center, in dem der Vorlass der Künstlerin erschlossen und Forschung zu feministischer Medienkunst vorangetrieben wird, wird gemeinsam mit dem Lentos Kunstmuseum betrieben.

Die künstlerischen und gestalterischen Institute in Linz, in denen aktuelle Kunst, neue Medien, Design und theoretische Überlegungen zu Phänomenen des 21. Jahrhunderts versammelt sind, profitieren vom zwanglosen Austausch mit dem internationalen »Forschungssatelliten« in Wien ebenso wie das ifk von dem inspirierenden Mutterschiff donauaufwärts.

Bereits seit 2012 zeigt das ifk mit dem Format ifk ART in seinen Räumen jährlich Ausstellungen mit Arbeiten von Studierenden oder Absolvent*innen der Kunstuniversität. Diese Zusammenarbeit erstreckt sich nun auch auf gemeinsame Ausschreibungen mit dem Alumniverein und dessen Ausstellungsformat forum presents.

Am 1. März 2016 hat mit Professor Thomas Macho (Berlin) erstmals ein gebürtiger Wiener die Leitung des ifk übernommen. In über zwei Jahrzehnten hat er als Professor für Kulturgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin sowie mit der Gründung des Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik die Kulturwissenschaft als eigenständiges Fach im deutschsprachigen Raum geprägt. Als erfahrener Kurator von Kunstausstellungen führt er auch das Verhältnis zur Kunstuniversität in eine neue Phase.

Seit seiner Ernennung als Direktor inspirierten die Forschungsschwerpunkte »Kulturen des Übersetzens« und »Andere Arbeit« international etablierte sowie Nachwuchswissenschaftler*innen bei der Arbeit an ihren kulturwissenschaftlichen Projekten. Mittlerweile gibt es mit »Situiert im Globalen« einen dritten möglichen Themenkomplex zusätzlich.

Auch die nächsten Jahre wird das unbedrängte, kulturwissenschaftliche Arbeiten und der interdisziplinäre Austausch der ifk Fellows im Zentrum stehen. Mit Karin Harrasser, die seit März 2025 Direktorin ist, liegt der inhaltliche Fokus auf der Weiterentwicklung von zwei Ausrichtungen: Erstens ist es angesichts fortgesetzter Ungleichheit und neokolonialer Tendenzen zwingend, Internationalität über Europa hinauszudenken und verstärkt mit intellektuellen Kulturen des so genannten globalen Südens in Kontakt zu treten. Zweitens soll der – nun schon seit längerem durch die Anbindung an die Kunstuniversität Linz angestoßene – Austausch mit den Künsten weiter gepflegt werden.

Nach einer Erweiterung samt Umbau finden seit dem Sommersemester 2024 alle Vorträge, Tagungen, Ausstellungen und Workshops in der ifk Arkade – den Erdgeschossräumen in der Reichsratsstraße 17 – statt.

ifk Friends

Im Jahr 1992 gegründet, hat der gemeinnützige Verein das ifk Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften von seiner Eröffnung 1993 bis zu dessen Übernahme durch die Kunstuniversität Linz mit Jahresbeginn 2015 betrieben. Im Zuge der Übergabe hat er sich in einen Freundesverein verwandelt, seinen Namen entsprechend angepasst und seinen Vereinszweck vom Betrieb auf die Unterstützung eines Forschungszentrums abgeändert.

Die Etablierung der Kulturwissenschaften in der österreichischen Forschungs- und Wissenslandschaft, die Internationalisierung des Wissenschaftsbetriebs und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses waren und sind dem Verein ein wichtiges Anliegen.

ifk Podcast »Kultur denken«
Der Podcast des ifk, entsteht in Zusammenarbeit mit mit Radiomacher*innen und Wissenschaftskommunikator*innen. Angelehnt an die Themen der ifk-Tagungen, präsentiert jede Staffel mehrere Episoden zu einer Fragestellung.

Weiters wurde 2023 von der Kulturabteilung der Stadt Wien –  MA7 –  die Essay Podcastreihe mit ifk Alumni: »800 Stimmen« sowie die Eröffnungsausstellung zum 30jährigen Bestehen des Instituts und das kulturwissenschaftliche Labor gefördert.

ifk Lectures & Translations
Aktuell erschienene Bände der Reihe »ifk Lectures & Translations« im Verlag Turia + Kant (Wien/Berlin) sind Den König fallen lassen. Versuch über die Nebenfigur von Stefanie Diekmann, Basteln. Kurze Geschichte einer kleinen Tätigkeit von Michael Bies, Umgebungsaufnahmen. Zur Epistomologie, Technik und Ästhetik akustischer Ökologien von Maren Haffke, Atmen beim Lesen. Bibliotheken im Industriezeitalter von Ulrich Johannes Schneider, Radikales Tierrecht. Zehn Fragen zum Antispeziesismus von Jérôme Segal und Nachkriegsschamanismus von Ulrich van Loyen.

Publikationsreihe »Schauplätze der Evidenz«
Band 1: Schwarz/Weiß als Evidenz, »With black and White you can keep more of a distance«, hg. von Monika Wagner, Helmut Lethen, Frankfurt/Main 2015
Band 2: Auf die Wirklichkeit zeigen. Zum Problem der Evidenz in den Kulturwissenschaften. Ein Reader, hg. von Helmut Lethen, Ludwig Jäger, Albrecht Koschorke, Frankfurt/Main 2015
Band 3: Agon und Ares. Der Krieg und die Spiele, hg. von Ernst Strouhal, Frankfurt/Main 2016
Band 4: Auf Tuchfühlung. Eine Wissensgeschichte des Tastsinns, hg. von Karin Harrasser, Frankfurt/Main 2017

Weitere Projekte

  • Der Relaunch der ifk Webseite (2017)
  • Internationales Forschungsnetzwerk BTWH Berkeley/Tübingen/Wien/Harvard (2017, 2016, 2015)

Vereinszweck laut Statuten:
»Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Förderung interdisziplinärer Forschung sowie postgradualer Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Kulturwissenschaften und unterstützt zu diesem Behufe ein Forschungszentrum.«

Vereinsvorstand:
Vorsitzende: Dipl.-Kfm. Wilhelmine Goldmann
Stv. Vorsitzender: Dr. Ingo Zechner
Kassier: Dr. Manfred Pittioni
Univ.-Prof. Dr. Moritz Csáky
Univ.-Prof.in Dr.in Gabriella Hauch
Mag. Dr. Günther Sandner

Rechnungsprüfer:
Dr. Harald Fiedler
HRi.R. Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky

Geschäftsführerin:
Mag.a Viola Eichberger

Postanschrift:
Reichsratsstraße 17/DG
1010 Wien
Österreich

Kontakt:
friends@ifk.ac.at
+43 664 524 81 92

ZVR-Zahl: 519811694