Bilder der Psychoanalyse. Das Werk des Subjekts
Markus Klammer bringt in seinem Projekt philosophische, psychoanalytische, epistemologische und ästhetische Ansätze rund um die Frage nach der Selbst-Gegebenheit des neuzeitlichen Subjekts in Einklang. Das bedeutet zugleich, nach den Techniken der Herstellung von subjektiver Selbst-Evidenz zu fragen, diese nicht als fundamentum inconcussum veritatis zu begreifen wie Descartes, sondern in ihren Qualitäten als Gewordenes, Produziertes, als Werk. Das heißt, sie aus ihrer Zeitlichkeit heraus zu verstehen, aber auch ihre Verfalls- und Erstarrungsformen zu berücksichtigen.
Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf der Psychoanalyse Sigmund Freuds als derjenigen neuzeitlichen Formation, welche die Probleme und Aporien der Selbst-Habe nicht nur in theoretischer, sondern auch in praktischer Hinsicht mit hohem methodischem Anspruch entwickelt hat. Unter den Texten Freuds interessieren ihn neben der „“Traumdeutung““ vor allem die Schriften zur Behandlungstechnik, die metapsychologischen Schriften und die Fallstudien, wobei der Geschichte des „“Wolfsmanns““ Sergej Pankejeff besondere Bedeutung zukommt.
Markus Klammer ist assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs „Bild und Wissen“ bei eikones – NFS Bildkritik an der Universität Basel. Er ist Dissertant an der Universität Wien und an der Freien Universität Berlin. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Komparatistik in Wien. Magisterarbeit zum System der Kunst und der Kunst des Systems bei Niklas Luhmann.