Kunst/Pädagogische Primitivismen. Forschung zur Kolonialität der Kunsterziehungsbewegungen
Die Kunsterziehungsbewegungen und der damit verbundene Blick auf Kinderkunst und Kreativität prägten Kunstpädagogik und Unterricht nachhaltig. Sie entstanden zugleich am Höhepunkt des europäischen Kolonialismus und sind damit über die Konstruktion des Primitiven eng verstrickt. Ein internationales Symposium am 19/20 November 2026 in Linz und Wien diskutiert Fallstudien und Forschungsperspektiven zur Kolonialität der Kunsterziehungsbewegungen.
Wir trauern um Helmut Lethen, der am 13. August im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Er war von 2007 bis 2016 Direktor des ifk, währenddessen und danach lehrte er an der Kunstuniversität Linz an der Abteilung Kulturwissenschaft. Wir denken an seine Familie und wissen, dass viele Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen sowie ehemalige Studierende ihn schmerzhaft vermissen werden.
Enar de Dios Rodríguez erhält Preis der Stadt Wien 2026
Enar de Dios Rodríguez, im Studienjahr 2023/24 ifk Junior Fellow, hat den diesjährigen Preis der Stadt Wien für Medienkunst erhalten. Sie wird für ihre ihre forschungsbasierte, multidisziplinäre und multimediale Praxis gewürdigt und für die künstlerische Komplexität, ästhetische Kohärenz und politische Relevanz ihrer Arbeit.presse.wien.gv.at
Stefanie Diekmann: Den König fallen lassen. Versuch über die Nebenfigur
Anhand der Untersuchung entsprechender Auftritte im Spektrum von Film, Tanz, Theater, Serie und Bildender Kunst widmet sich Stefanie Diekmann in ihrem Essay – erschienen in der ifk Reihe Lectures & Translations – den Prämissen und Aporien die die Versuche kennzeichnen, die Bedeutung von Nebenfiguren zu würdigen. turia.at
Handlungsfähige Poesie? Zur Agency in ukrainischer und belarusischer Gegenwartslyrik
Mariya Donska, derzeit ifk Research Fellow, hält am 29. Juni um 15:00 einen Gastvortrag am Institut der Slawistik der Universität Wien. Der Vortrag präsentiert erste Überlegungen und Ergebnisse des drittmittelfinanzierten Projekts »Voices of Resilience. Exploring Agency in Contemporary Slavic Poetry«. Welche genrespezifischen Potenziale bietet Poesie als Medium zur Stärkung (postkolonialer) Agency? Wie wird Handlungsfähigkeit in der Poesie dargestellt, und inwiefern kann sie durch Poesie selbst wirksam werden? Der Vortrag skizziert erste Antworten im Rahmen eines laufenden slawistischen Forschungsprojekts. slawistik.univie.ac.at
Magdalena Schrefel liest beim Bachmannpreis
ifk Fellow Magdalena Schrefel wird bei den diesjährigen 50. Tagen der Deutschsprachigen Literatur um den Ingeborg-Bachmann Preis lesen. Wir gratulieren ihr ganz herzlich und halten die Daumen! Alle weiteren Infos unter: bachmannpreis.orf.at
Das ifk Forschungsprojekt unter der Leitung von Roland Innerhofer widmet sich aus literatur- und wissensgeschichtlicher Perspektive und unter Einsatz von Verfahren der Digital Humanities und der Computerlinguistik (CL) dem Feuilleton Wiener Tageszeitungen der Zwischenkriegszeit. Im Zentrum der Untersuchung steht das biopolitische Wissen, insbesondere Diskurse um Eugenik, Hygiene und Körperkultur, die prägend für die mediale Kultur der Moderne sind.
Julia Boog-Kaminski: Der Kronos-Komplex. Das Kind und die Zeit
Als Vorbereitung auf ihre Ausstellung im mumok entwickelt die georgische Künstlerin Tolia Astakhishvili ein Programm, das sich als tägliche Abfolge von Workshops, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen und partizipativen Formate entfaltet. Am 5. Juni 2026 um 19 Uhr hält Julia Boog-Kaminski im Rahmen bein »Tolia Curriculum« einen Vortrag der das Kind als Figur kultureller Fantasie betrachtet – als einen Ort, an dem Begehren, Angst und Projektion zusammenfallen. mumok.at
Das ifk trauert um Thomas Hauschild (1955–2026)
Am 5. Mai ist der Ethnologe Thomas Hauschild gestorben. Er war nicht nur 2004/2005 Fellow am ifk und beschäftigte sich hier mit politisch-religiösen Begegnungen im Mittelmeerraum, gemeinsam mit Lutz Musner gründete er auch die Zeitschrift für Kulturwissenschaften und gab sie von 2007 bis 2012 heraus. Seine Einsichten und Interventionen werden wir vermissen. ceres.rub.de
Buchpräsentation: Karin Harrasser. Des Teufels Leibspeise
»Des Teufels Leibspeise« entwirft einen Kulturbegriff, der sich gegen die Reinheitsfantasien rechter Fanatiker stellt – genauso wie gegen die Vorstellung, dass kulturelle Appropriation eine Einbahnstraße ist. Und der stattdessen zeigt: Kultur ist ein Prozess des Verschlingens und Verschlungen-Werdens. Am 24. April um 19:30 wird das Buch in der Döblinger Buchhandlung mit musikalischer Begleitung durch Eva Reiter und im Gespräch mit Karin Harasser und Theresa Öhler vorgestellt. doeblinger-buchhandlung.at