Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien
Leuphana Universität Lüneburg
Wie nahe kommen sich Benjamins der Semantik zutiefst verpflichtete »reine Sprache« und die von jeder Semantik absehenden Sprachmodelle der heutigen Sprachübersetzer, die auf künstlichen neuronalen Netzwerken beruhen? Sind Letztere von den Überlegungen Benjamins und von kulturwissenschaftlichen Begriffsprägungen beeinflusst? Können kulturwissenschaftliche und technische Begriffsbildungen voneinander profitieren? Was heißt es überhaupt, dass rein statistisch funktionierende formale Systeme so mit Sprache umgehen können, wie wir es jetzt erleben? Welche Rolle spielt das Soziale, welche die physische Beschaffenheit von Mensch und Maschine? Martin Warnke arbeitet auf dem Gebiet der Geschichte und Theorie digitaler Medien und der digitalen Dokumentation komplexer Artefakte der bildenden Kunst. Er ist theoretischer Physiker und Direktor der DFG-Kollegforschergruppe »Medienkulturen der Computersimulation« (mecs).