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CARL E. SCHORSKE LECTURE: PAUL MICHAEL LÜTZELER: Der Streit über die Menschenrechte: Hermann Broch und Hannah Arendt

Paul Michael Lützeler



Zwischen 1946 und 1949 tauschten Broch und Arendt Essays aus, die inspiriert worden waren durch die UNO-Charta und die „Universal Declaration of Human Rights“. Ihre Kritik wies in entgegengesetzte Richtungen: Broch setzte auf Internationalisierung und Einklagbarkeit, Arendt dagegen wies die Universalisierung zurück und erkannte nur Rechte an, die in Verfassungen von Nationalstaaten garantiert wurden. 


Paul Michael Lützeler ist Rosa May Distinguished University Professor in the Humanities an der Washington University in St. Louis sowie Direktor des dortigen Max Kade Center for Contemporary German Literature. Er war Vizepräsident der IVG, Präsident des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch und Gründer und Herausgeber des germanistischen Jahrbuchs Gegenwartsliteratur. Die Arbeitsgebiete sind der literarische Europa-Diskurs, Exilliteratur mit dem Schwerpunkt Hermann Broch und die deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Paul Michael Lützeler ist derzeit IFK_Gast des Direktors. >>Event