Project Description

“Who Is the Monster and Who Is the Man?” Heteronormativity and Constructions of (Sexual) Otherness in Disney's Animated Feature Films

Das Dissertationsprojekt analysiert Konstruktionen von Heteronormativität und Andersheit (Otherness) sowie gender und race in Disney’s Animationsfilmen 1937–2013 und zeichnet Entwicklungen dieser Konstruktionen und wiederkehrende Motive durch drei Phasen (1937–1967, 1989–1999, 2000–dzt.) nach. Die Filme werden aus einer queertheoretischen Perspektive gelesen, während der Frage nachgegangen wird, welche Funktion(en) die heteronormative Grundstruktur der Texte hat. Im Zuge einer intersektionalen Analyse wird ein besonderer Fokus darauf gelegt, wie sich Heteronormativität mit Konstruktionen von gender und race sowie ungleichen Machtstrukturen in den dargestellten fiktionalen Gesellschaften überschneidet bzw. diese organisiert, strukturiert und bedingt. Das Projekt möchte also neue Einblicke in oft kritisierte Elemente von Disney-Filmen schaffen, indem diese Kategorien einer Betrachtung im Lichte einer Analyse von Disneys komplexer heteronormativer semantischer Landschaft unterzogen werden.

CV

Beatrice Frasl ist derzeit Doktorandin an der Universiät Wien und arbeitet im Bereich Gender/Queer Studies und Cultural Studies. Sie schloss ihr Diplomstudium Anglistik und Amerikanistik 2013 mit einer Diplomarbeit zum Fernsehcartoon „SpongeBob SquarePants“ ab, in welcher sie die Frage erörterte, welche Konstruktionen von Männlichkeit sich in der Serie finden und welche Funktion Humor und Parodie in der Perpetuierung und Subversion heteronormativer Geschlechterperformanzen haben. In ihrem Dissertationsprojekt vertieft sie ihre Arbeit im Bereich Animationsfilme und Queer-Theorie und schreibt zu Konstruktionen von Gender, Sexualität und Otherness sowie der Funktion heteronormativer Narrative in Disney-Filmen.