Die Verhandlung von Abschiebungen: Zwischen Souveränität, Ermessensspielräumen und Widerstandspraktiken
Das Dissertationsprojekt untersucht die Limitierungen nationalstaatlicher Souveränität am Beispiel der Verhandlung von Abschiebungen. Dafür soll eine ausschließlich regulierende Perspektive auf Grenze, welche auf der Dialektik von einem „Innen“ und einem „Außen“ basiert, überwunden werden. Vielmehr werde ich auf die Herstellung oder Überwindung von Grenze eingehen, auf ihre flexible Verhandlung, um daran Ermessensspielräume und Widerstandspraktiken aufzuzeigen. Durch einen derartigen interdisziplinären Ansatz kann ein politikwissenschaftlicher Blick auf die Aspekte Strategie und Macht mit soziologischen und kulturwissenschaftlichen Herangehensweisen verwoben werden. Dadurch lassen sich Alltagspraxen als Einschreibung des Sozialen im praktischen Wissen und Können der in die Verhandlung von Abschiebungen involvierten AkteurInnen erforschen.
Carla Küffner studierte Internationale Entwicklung in Wien. Von 2012 bis 2013 war sie am Institut für Politikwissenschaft als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.