Spirituelle Zentren in der kambodschanischen Peripherie: Die Rolle dreier Dörfer im religiösen Leben der muslimischen Cham
Die islamische Minderheit Kambodschas, die Cham, sind nach einer langen Phase der Isolation (ca. 1965-1993) zu einem der weltweiten Hauptrezipienten globaler islamischer Wohlfahrtsaktivitäten und ein Betätigungsfeld für verschiedenste global agierende islamische Bewegungen geworden. Aufgrund der Partikularitäten ihrer rezenten Geschichte und ihrer inneren Zusammensetzung sowie durch ihre Lage an der Peripherie des, zumeist selbst als eine der Peripherien der islamischen Welt eingestuften, islamisch geprägten Bereiches Südostasiens, betrachtet das vorliegende Projekt die Cham als Fallstudie zur Rolle der Religion in der Globalisierung, und insbesondere zum globalen Islam als global flow und dessen Auswirkungen auf periphere Gemeinschaften.
Philipp Bruckmayr ist Doktorand am Institut für Orientalistik der Universität Wien. Er erhielt 2007 den dritten Preis der Young Scholar Awards der „ISIM Review“ (Leiden), beteiligte sich 2008 am „Muslim Civilisation Abstracts”-Programm der Aga Khan University (London) und seit 2009 auch am Datenprojekt Thesaurus of Indonesian Manuscripts.