Vortrag von Sigrid Köhler »Die Adressierung der Welt. Menschenrecht als öffentliche Redeform im 18. Jahrhundert«.
Vortrag: Tobias Nanz,»Das Dazwischen als Regierungstechnik. Zu den medialen und politischen Dimensionen des Protokolls«
IFK – Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Vienna is a newly created research centre with the aim to promote interdisciplinary research and postgraduate training in the humanities and social sciences. Its scholarly focus is centered around three main thematic areas. One of these areas is dealing with processes of creativity in the arts and the sciences.
With the rapid disappearance of what have been called traditional societies, with the problems and paradoxes of modernization, and indeed with the cultural strains and crises within our own modern life, the issue of traditions and traditionality is still, or once more, very much in the foreground of theoretical interest.
Der Band versammelt Vorträge und Essays aus dem Zeitraum 1984 bis 2006. Sie tauchen in die Sphäre des Austauschs ein, in der Radikale, die politisch durch Welten voneinander getrennt waren, lebhaft mit einander kommunizierten. Da wir Vertrautem auf feindlichem Terrain begegnen, kommt uns der Austausch heute unheimlich vor.
Der vorliegende Band versammelt aktuelle wie historische Analysen der »Armen« und der sozialen Unterschichten und untersucht diese Phänomene unter einem kulturwissenschaftlichen Blickwinkel.
Seit mehr als zwölf Jahrhunderten begleitet das Schachspiel die Menschen. Von Zeit zu Zeit ändern sie allerdings die Regeln des Spiels wie die der Kunst, der Gebräuche und der Wissenschaft. Am Beispiel des Schachspiels lassen sich daher Zusammenhänge erläutern, die auch für andere Diskurse und ihre Regeln gelten.
Während in den 1960er- und 1970er-Jahren die Entwicklung der »machine translation« Fahrt aufnimmt, wird im akademischen Feld intensiv um den »richtigen« Blick auf die literarische Übersetzung, um ihre theoretische Einfassung und ihre methodologischen Fundamente gestritten. In welchem Verhältnis stehen die zahlreichen übersetzungspoetischen Experimente der Zeit zu dieser Debatte?
Zeitgenössische Mobilitätsvisionen tendieren zum Auto-Automobil. Dabei soll die Steuerung vom Fahrer zum Fahrzeug übergehen, das seine Fahrweisen selbst bestimmt. Eine Verschiebung, die auch die Menschenbilder der Autoindustrie sowie die Subjektivierungsweisen der Fahrzeuginsassen nicht unberührt lässt.
Die Gliederpuppe aus Hans Bellmers bekannten Fotoserien hat nur eine linke Hand. In Anbetracht ihrer oftmaligen kopflosen Vierbeinigkeit nur ein nebensächliches Detail? Dieser linken Hand fehlt aber nicht nur ihr Gegenpart, auch jeder ihrer Finger ist merkwürdig angespannt. Drückt sich in dieser Geste ein Körperbefinden aus – oder gar das Phantom einer rechten Hand?