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Hg. von Thomas Macho, mit einem Nachwort von Karin Harrasser

Aus dem Französischen von Paul Maercker

Diese Untersuchung utopischer Erzählungen, des Widerstands gegen die Kolonisation und der Herrschaftskritik in der Dichtung der Tupi-Guaraní ist das Resultat der ethnologischen Studien, die Hélène Clastres in den 1960er und 1970er Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Clastres bei indigenen Gesellschaften in Südamerika durchführte. Die prophetische Rede der Schamanen als Medium der Hervorbringung einer stets im Werden begriffenen Welt und als Einspruch gegen die Zumutungen der (neo-)kolonialen Gegenwart ist der zentrale Gegenstand von Clastres’ immer noch zukunftsweisender Untersuchung.

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Die Versuchungen des heiligen Antonius wurden seit dem Mittelalter gerne als Leseszene visualisiert. In zahlreichen Buchmalereien, Grafiken und Gemälden wird Antonius als versunkener, gestörter oder geschändeter Leser dargestellt, der von boshaften Dämonen belagert oder bedrängt wird. In diesem Zusammenhang taucht um 1500 das rätselhafte Motiv lesender Dämonen auf.

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»Wir Europäer sind Asiaten« – mit diesen Worten überschrieb die Zeitschrift Bild der Wissenschaft 2015 ihre Juli-Ausgabe.Die Beiträge zu diesem Titelthema rekurrierten dabei weniger auf archäologische, sondern vielmehr auf aktuelle genetische Analysen. Diese sorgen vor allem seit den 2010er Jahren für Schlagzeilen und bezeugen einerseits die steigende Bedeutung molekulargenetischer Erkenntnisse im Kontext archäologisch-historischer Forschung im öffentlichen Diskurs; andererseits bilden sie einen in den letzten Jahren beobachtbaren Trend innerhalb der Archäologie ab, der sich in der Zunahme naturwissenschaftlicher Verfahren zeigt.

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Zu den Anfängen der modernen Bildzeichen: Nach seinen Anfängen in Otto Neuraths Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien ging der 24jährige Jurist Rudolf Modley 1930 in die USA, wo er in den folgenden Jahrzehnten das graphische Informationsdesign entscheidend prägen sollte.

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Jablonec, eine Kleinstadt in Nordböhmen, war nicht zufällig Gegenstand und Veranstaltungsort der sozialanthropologischen Sommerschule, zu der junge Sozialwissenschaftler aus sieben Ländern – Tschechen, Deutsche, Slowaken und Österreicher, ein Russe, eine Amerikanerin und eine Französin – zusammengekommen waren. Die bewegte Geschichte der Stadt spiegelt die politischen, ökonomischen und nationalen Konflikte wider, die in diesem Jahrhundert Europa zerrissen haben und die für uns zum Thema wurden.