Ausgehend von den exzessiv bewegten Lendentüchern Christi in dem Stil der Donauschule widmet sich die Ausstellung von Susanne Ristow dem Schleier als offener Bild- und Projektionsfläche. Die schwebenden und nicht selten erstaunlich erotischen Stoffe der Kreuzigungsdarstellungen von Mittelalter bis Barock erscheinen als flirrende Medienoberflächen voller Ambivalenz, Sinnlichkeit und Bewegung.