Comic und Archäologie: Eine Begegnung
2019 konnte Bettina Egger die Grabungsmission der Altorientalistik der Universität Innsbruck in Aramus, Armenien, als Künstlerin begleiten und Einblicke in die Arbeit sowie in den Alltag des ArchäologInnenteams gewinnen. Diese Erfahrung zeichnet sie seither in Form eines dokumentarischen Reisecomics auf, welches durch eine Teilnahme an der Mission 2020 (oder 2021) erweitert wird.* Diese künstlerische Arbeit bildet den Ausgangspunkt für eine Reflexion über die entstandene Begegnung von Archäologie und Comickunst. Es gilt zu fragen, wie die wissenschaftliche Arbeit des ArchäologInnenteams im Comic erzählt wird und welche Möglichkeiten eines Dialogs zwischen einer künstlerischen und einer wissenschaftlichen Herangehensweise stattfinden können. Hierbei soll ein offener Denkraum geschaffen werden, in dem sich verschiedene Weisen, Wissen zu erzeugen, begegnen.
* Falls die Mission 2020 aufgrund der aktuellen Lage (Covid-19) nicht zustande kommen sollte, werden diese Umstände im Comic thematisiert.
Bettina Egger (*1981) ist Künstlerin und Autorin. Sie studierte bildende Künste und Russisch an verschiedenen Universitäten in Österreich und Frankreich. 2006 schloss sie ihr Masterstudium der bildenden Künste an der Universität Rennes unter der Leitung von Philippe Marcelé über das Thema Fiktive Kartographie von russischen Zaubermärchen ab und arbeitete anschließend als freischaffende Künstlerin in Frankreich. 2018 schloss sie ihr Doktoratsstudium zum Thema Comic und Erinnerung am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst der Universitäten Paris Lodron und Mozarteum Salzburg ab. Bisher hat sie neun Comics in französischer Sprache publiziert, zuletzt Entretien avec Emmanuel Guibert (2018, Jarjille). Aktuell hält Bettina Egger Vorträge und Vorlesungen zum Thema Comic, ist in der Kulturkooperation zwischen Frankreich und Österreich tätig und arbeitet an verschiedenen künstlerischen Projekten.