Umgekehrte Utopien. Die divergierenden Entwicklungen des Strebens nach Unsterblichkeit
Dieses Projekt wird als analytisches Instrument verstanden, um das Streben nach ewigem Leben unter vergangenen und gegenwärtigen techno-utopischen Bedingungen zu erforschen. Genauer gesagt konzentriert sich das Projekt darauf, das Streben nach Unsterblichkeit anhand zweier unterschiedlicher Ansätze zu untersuchen: der kulturphilosophischen Bewegung des russischen Kosmismus und der Suche nach ewigem Leben im Russland des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus untersucht die Arbeit, inwieweit Kunst und philosophische Praktiken als Werkzeuge kultureller und sozialer Spekulationen dienen können, indem sie sozioökonomische Diskrepanzen, die techno-deterministische Ideale als solche heimsuchen könnten, entweder kritisieren oder vorwegnehmen.
Chana de Moura ist bildende Künstlerin und Doktorandin an der Kunstuniversität Linz. Sie erwarb ihren Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst 2017 an der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul, Brasilien. 2019 schloss sie ihr Masterstudium der Bildenden Kunst an der Universität Porto, Portugal, ab. Seit 2019 arbeitet sie in verschiedenen Projekten als Zukunftsforscherin mit, insbesondere in Projekten, die mit demokratischen Entscheidungsprozessen und technologischen Entwicklungen in Verbindung stehen.