Projektbeschreibung

Kooperatives Schreiben und konstellatives Erzählen. Gemeinsame Textproduktion bei Oskar Negt und Alexander Kluge

Der Philosoph und Soziologe Oskar Negt verfasste gemeinsam mit dem Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehproduzenten Alexander Kluge seit 1968 theoretische Bücher über Arbeit, Gesellschaft, Öffentlichkeit, Medien, Politik, Erziehung, Bildung und Macht. Dabei ist auffällig, dass sich Entwicklungen im Begriff dessen, was es heißt zu denken, auch in einer veränderten Art der Textproduktion und Darstellungsform abzeichnen. Christian Wimplingers Arbeit untersucht geschichtliche Voraussetzungen, theoretische Implikationen, Formen der Arbeitsorganisation und Formen der Darstellung, wie sie am Beispiel der Kooperation zwischen Negt/Kluge zu finden sind. Im Zentrum steht hierbei die Annahme, dass Kooperation immer auf konzeptionell mündliche Sprache zurückgreift, die sie ins Werk setzt – das heißt: ins Schriftliche übersetzt.

Lebenslauf

Christian Wimplinger studierte von 2006 bis 2013 Germanistik und Philosophie an der Universität Wien. In seiner Diplomarbeit widmete er sich dem philosophischen Konzept der Wunschmaschine von Deleuze und Guattari mit einem kulturtheoretischen Hinblick auf die Arbeiten von Christoph Schlingensief. Von 2013 bis 2016 arbeitete er als Lektor und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Wrocław. Seit 2016 ist Christian Wimplinger Mitglied der interdisziplinären Forschungsplattform „Mobile Kulturen und Gesellschaften“, wo er sich mit beweglichen Darstellungsformen auseinandersetzt. Er lehrt und promoviert am Institut für Germanistik der Universität Wien.

Publikationen
gem. mit Sanna Schulte, „Die Collage als Porträt des Exils in Herta Müllers ,Reisende auf einem Bein‘“, in: Sanna Schulte und Christian Zech (Hg.), Exil interdisziplinär II, Würzburg 2017 (in Vorbereitung).