On the Coloniality of Infrastructures. Archive Studies on Postcolonial Nigeria
Dieses Forschungsprojekt untersucht die Kolonialität von Infrastrukturen im postkolonialen Nigeria. Ausgehend von Fotografien, Filmen und Dokumenten untersucht es globale Friktionen in Archiven und die Verflechtungen zwischen gebauter Umwelt, Alltag und Bildern. Das Projekt fragt, was solche Bilder und Objekte über postkoloniale Geschichten, kulturelle Begegnungen und das Nachleben infrastruktureller Siedlungen vererben und vermitteln. Dabei stehen postkoloniale Theorien, Archivstudien und Urbanismusforschung im Mittelpunkt des Projektes, welche eine situierte Perspektive auf die materielle Umgebung und ihr visuelles Gedächtnis entwickeln.
Christiane Kues promovierte 2024 an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie auch am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften lehrte. Zuvor studierte sie Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Forschungsaufenthalte und Stipendien führten sie unter anderem im Rahmen eines Reisestipendiums der Hessischen Kulturstiftung an das Getty Research Institute in Los Angeles, Kalifornien. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen künstlerischer Praxis, theoretischer Reflexion und kulturwissenschaftlicher Analyse. Derzeit bereitet sie die Veröffentlichung ihrer Dissertation Theorien der Praxis – vor und nach Artistic Research vor, die im November 2026 erscheint.