Projektbeschreibung

China in Echtzeit

China wird in erster Linie über Berichte von Nachrichtenagenturen und einigen wenigen Journalisten, die vor Ort arbeiten, wahrgenommen. Nur sehr selten hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, chinesische Stimmen anhand von direkt aus dem Chinesischen übersetzten Texten zu rezipieren.

Das Projekt China in Echtzeit will durch die Übersetzung von chinesischsprachigen Texten ein unmittelbareres Bild des Landes vermitteln und aktuelle Entwicklungen in Politik, Gesellschaft sowie Kunst und Kultur beleuchten und die trotz immer strengerer Regulierung der öffentlichen Sphäre herrschende Lebendigkeit der Auseinandersetzung zeigen. Als Quellen dienen Mainstream-Medien, also Sprachrohre von Regierung und Partei, soziale Medien, akademische Texte, aber auch Stimmen aus der chinesischen Diaspora. Dabei soll nicht nur übersetzt, sondern auch eingeordnet und kommentiert und die Schwierigkeit des Verstehens eines uns nicht vertrauten Kontextes deutlich gemacht werden.

Lebenslauf

Ingrid Fischer-Schreiber studierte Französisch und Italienisch am Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung der Universität Wien und Sinologie am Institut für Sinologie der Universität Wien sowie am Spracheninstitut Peking (1980–82). Seit 1985 ist sie freiberufliche Übersetzerin aus dem Chinesischen, Englischen und Französischen mit den Schwerpunkten China, ostasiatische Philosophie, digitale Kultur und Globalisierung. Daneben ist sie als Lektorin und Kulturprojektmanagerin tätig. Von 2009 bis 2015 lebte sie in Peking und Shanghai und arbeitete für verschiedene europäische und chinesische Kulturinstitutionen.

Publikationen
Ding Wenfu, „Es ist Zeit für diesen Wandel“, in: Ding Wenfu, Da sui zhi wai, Hangzhou 2020|Zhang Yimou, One Second (Film), deutsche Untertitel (2019) (aus dem Chinesischen, zensuriert)|Feng Junke, Zeit am Fluss. In der gar nicht fernen Vergangenheit, Würzburg 2013 (aus dem Chinesischen).