Kunststaat DDR
Fertigstellung meiner Monographie „Kunststaat DDR“ auf der Basis mehr als zwanzigjähriger Forschungen (eingeschlossen zwei große Ausstellungen zum Thema) über die Kulturpolitik und die Künste in der DDR (vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und dem Kampf der Systeme im Kalten Krieg) sowie zur Situation der Künstlerinnen und Künstler wie auch der Künste im Prozess der Wiedervereinigung (besonders zum deutsch-deutschen Bilderstreit seit 1990). In Wien möchte ich aber auch die Gelegenheit zu Archivstudien nutzen: erstens (in Fortsetzung früherer Archivrecherchen zu Arnold Gehlens Professur in Wien) zur Philosophie und Psychologie von 1940–1945 (Archive der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und zweitens (im Rahmen meines Forschungsprojekts zu RomkünstlerInnen im 19. Jahrhundert) Recherchen zum Lukasbund (im Archiv der Akademie der bildenden Künste und im Österreichischen Staatsarchiv).
Karl-Siegbert Rehberg war Buchhändler und Journalist und auch im Deutschen Bundestag tätig. Seit 1992 ist er Gründungsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie an der Technischen Universität Dresden (TUD), seit 2009 als Seniorprofessor. Von 2003 bis 2007 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie; seit 1977 ist er Herausgeber der Arnold-Gehlen-Gesamtausgabe, bis 2008 war er Projektleiter und Vorstandsmitglied im Sonderforschungsbereich 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ mit dem Teilprojekt „Kunstinstitutionen in der Moderne“; von 2000 bis 2010 fungierte er als Betreuer in dem gemeinsam mit der École Pratique des Hautes Études in Paris veranstalteten Internationalen Graduiertenkolleg 625; seit 2008 ist er wissenschaftlicher Leiter der Dresden School of Culture in der Dresden International University (Masterstudiengang „Kultur + Management“) und seit 2010 Sprecher des BMBF-Verbundprojektes „Bildatlas: Kunst in der DDR“ und Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien e.V.