Projektbeschreibung

Alles, was der Fall ist

Mein Projekt „Alles was der Fall ist“ (Arbeitstitel) widmet sich der Entstehung der Spannung zwischen Fotografie und ihrem Betrachter. Dabei werden unterschiedliche Varianten unserer Betrachtung untersucht und in einer Reihe von kurzen Aufsätzen reflektiert. Wir sehen Fotografien in Zeitungen, auf Plakaten, in Büchern und Ausstellungen. Wir entdecken alte Fotografien in Kisten auf dem Flohmarkt, bei Verwandten, in Katalogen. Wir sind mit Tausenden Fotografien konfrontiert, die durch Facebook, Twitter und andere Netzwerke verbreitet, kommentiert und diskutiert werden. Gibt es eine Inflation der Bilder? Warum gibt es Fotografien, die uns besonders fesseln? Warum gibt es Fotos, die nicht mehr „wirken“? Brauchen wir eine Art „Hygiene“ für die Betrachtung von Fotografien? Und wenn uns etwas wichtig und schön erscheint, liegt das am Kontext, an der Situation, an der Geschichte, die dahinter steckt – oder ist es die Fotografie selbst?

Lebenslauf

Katja Petrowskaja wuchs in Kiew auf. Sie studierte Literaturwissenschaft und Slawistik an der Universität Tartu (Estland). 1994/95 folgten Aufenthaltsstipendien in der USA und 1998 die Promotion an der Russischen Staatlichen Humanitären Universität (Moskau). 1999 zog sie nach Berlin und arbeitete für verschiedene russische und deutsche Medien (u.a. „Neue Zürcher Zeitung“, „ taz“ und FAS). Für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) schrieb sie 2011–2013 die Kolumne „Die west-östliche Diva“. Das Buch-Debut „Vielleicht Esther “ wurde mit dem Bachmann-Preis (2013) ausgezeichnet.