Übersetzungstheoretisches Herangehen bei Texten aus dem „Afrikanisch-Französischen“
Der linguistische Überrest der französischen Kolonisation in Afrika bleibt heute noch prägnant, weil Französisch als fremde Amtssprache in vielen Postkolonien noch gilt. Im postkolonialen Diskursrahmen wurden die strengen Regeln dieser Sprache durch afrikanische Literaten verhöhnt, die abweichende Formen der französischen Sprache in ihren Romanen formalisierten. Im Forschungsprojekt von Messan Tossa wird auf übersetzungstheoretische Probleme eingegangen, welche die Übersetzung dieser Romane in die deutsche Standardsprache aufwirft.
Messan Tossa studierte Germanistik an der Université de Lomé. Er promovierte 2014 zum Thema Friedensdiskurse in der neueren deutschsprachigen Literatur an der Université de Lomé. Er war Fellow an deutschen Institutionen wie etwa dem DAAD, der Alexander von Humboldt Stiftung und der Staatsbibliothek Berlin und ist heute als Honorardozent in der Germanistikabteilung der Université de Lomé und als Research Assistant im Staatsarchiv Togo tätig. Arbeitsschwerpunkte: Literatur zu Krieg und Frieden, Postkolonialismus.