Sex_Arbeit als Care_Arbeit?! Ethnografische und kulturanalytische Perspektiven auf Sexarbeit im Care_Arbeitskontext von Sexualität, Intimität und Emotionalität
Das Dissertationsprojekt beforscht Sexarbeit im Kontext von sexueller, intimer, körperlicher und emotionaler Care_Arbeit. Dabei wird nach den Erfahrungen der Akteur*innen zu ihrer Erwerbstätigkeit gefragt, wie auch zu Sorgeim Kontext von Sexualität, Intimität und Emotionalität, hinsichtlich der Re_Produktionsarbeit. So kann ein Einblick 1) in die Perspektiven, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten der Akteur*innen, die Mehrfachdiskriminierungen ausgesetzt sind, gegeben und auf deren Verknüpfung von neoliberalen und neokolonialen Transformationsprozessen und den damit einhergehenden Differenzierungs- und Ausgrenzungsprozessen verwiesen werden, um einen weiteren Blick 2) auf die Verwobenheiten und Aushandlungen von legitimer, prekärer, lohnender und sorgender Arbeit zu werfen, und 3) wird gefragt, wie eine sorgende kollaborative Allianz Übersetzungs_Momente leisten und mit dem Konzept des Ver_Lernens in gesellschaftspolitische Diskurs- und Repräsentationsfelder eingreifen und diese verändern kann.
Sabrina Stranzl ist Doktorandin der Karl-Franzens-Universität Graz (Fachbereich Empirische Kulturwissenschaften und Politische Anthropologie) und promoviert zu Sex_Arbeit als Care_Arbeit. Dabei setzt sie eine ethnografisch-kulturanalytische Fokussierung hinsichtlich Sexualität, Intimität und Emotionalität. Sie ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (GSPF), im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) und im Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) aktiv. Ihr Arbeits- und Forschungsprofil umfasst Arbeits- und Careforschung, Stadt-Raum-Kulturforschung, Ästhetische und Politische Anthropologie und engagierte Ethnografie, sowie Sex_Arbeit, Klasse und soziale Ungleichheit, Repräsentationskritik, kollaborative Allianzen, Gender- und Gouvernementalitäts-Studien.