NZZ 9.12.17: Der eigene Tod ist stets zur Stelle
Lange galt er Freitod als Verbrechen, als Krankheit, als Sünde: Thomas Macho untersucht die Geschichte des Suizids in der Moderne.
Mehr als 800 000 Menschen bringen sich pro Jahr weltweit um. Das sind mehr, als in Kriegen getötet werden. Der Philosoph Thomas Macho erklärt, was daran positiv sein soll. Zum Interview
Familiengedächtnis in Südtirol
Kriegserinnerungen an die nächste Generation weiterzugeben, ist immer kompliziert. Besonders gilt das für Südtiroler, die für das faschistische Italien in Afrika kämpften. Welche Strategien es bis heute gibt, beschreibt der Historiker und IFK_Junior Fellow Markus Wurzer in einem Gastbeitrag für science.orf.at.
Ö1 Diagonal: Richtschnur des Lebens. Zum Thema: Kanon
Der Kanon, so scheint es, ist zu einer Art Liebling geworden – der Feuilletonisten und Essayisten insbesondere. Kaum eine bildungs- oder gesellschaftspolitische Debatte, kaum ein kunsttheoretischer Diskursraum kommt ohne den Kanon aus. Er soll – je nachdem – Maßstab oder Orientierungshilfe sein. In der Bildung lässt sich etwa über diesen von Kulturträgern zum unabdingbar festgelegten Wissensbestand vortrefflich streiten. In der Literatur gilt der Kanon als eine Zusammenstellung maßgebender Werke. U. a. IFK_Direktor Thomas Macho im Interview. Zum Programm
Peter Handke ist in seinem Leben viel gewandert. Auch viele seiner Figuren bewegen sich eher gemächlich durch die Geschichten. Man sollte Handke deshalb auch wie ein Fußgänger lesen – und nicht wie ein Schnellzug.
Das empfiehlt der Germanist Alexander Honold zum 75. Geburtstag von Peter Handke am 6. Dezember. Honold hat vor Kurzem ein Buch über den Kärntner Autor geschrieben, in dem er ihn als „Erd-Erzähler“ charakterisiert.
Beatriz Sarlo spricht über Übersetzungen und Jorge Luis Borges
Beatriz Sarlo spricht sie zum Einfluss von Übersetzungen auf die lateinamerikanische Kultur und zum Übersetzen als kosmopolitischer Strategie, IFK, 21.11.2017; Ankündigung
IFK_Fellowships
Ankündigung des Calls zum IFK_Junior Fellowship 2017/18.
Mythenbildung durch Terrorfotos
Bericht zur IFK_Tagung „Kunst und Revolution“ im „Standard“, 25.10.2017
„Graffiti sind in Kairo mit der Revolution gestorben“
Tanja Traxler (DER STANDARD Forschung Spezial) berichtet von der IFK_Tagung „Kunst & Revolution“, die vom 18.-20. 10.2017 an der Kunstuniversität Linz stattfand. Zum Artikel
Jagd auf die Gespenster der Vergangenheit
Steht die Welt heute vor einem Abgrund wie in den 30er Jahren, wie viele Intellektuelle befürchten? Nein, meint der Kulturhistoriker Léon Hanssen – als „Hauntologe“ beschäftigt er sich mit den ideologischen Gespenstern der Vergangenheit.