Film dokumentiert, modelliert, beeinflusst das motorische Verhalten der Zuschauer, doch was passiert, wenn diese fremde Körperbilder zu ihrer Erfahrung machen? Ein Vortrag von IFK_Senior Fellow Oksana Bulgakowa vom 22.10.2018.
Vortrag von IFK_Junior Fellow Lotte Warnsholdt vom 2. Dezember 2019.
Der Autist als Figur der Gegenwart
Vortrag von IFK_Research Fellow Novina Göhlsdorf. Sie ist Kulturwissenschafterin und promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zur Diskursgeschichte des Autismus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind psychiatrische und psychologische Wissenskulturen, die Geschichte und Theorie von Affekten und Emotionen sowie die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Literatur.
Vortrag von IFK_Junior Fellow Lukas Egger vom 11.11.2019.
„Brücken zu bauen“ ist im vielsprachigen Europa eine der Lieblingsmetaphern. Zum Abenteuer des Übersetzens aber gehört auch die Schwierigkeit der unterbrochenen Wege, abgerissenen Kontakte oder der blockierten Überlieferungen. In der deutschsprachigen Rezeption des französischen Aufklärers Diderot bringt das Phänomen der produktiven Unterbrechung sogar erst die Pointe dieses Denkers zur Geltung. Ein Mitschnitt des Vortrags von IFK_Senior Fellow Alexander Honold.
Gastbeitrag von Johannes Steinzinger (Hamilton, Ontario) im Rahmen der Tagung „Neue Schwierigkeiten nein zu sagen“.
Coquelin beschreibt die Schauspieler_in 1894 als doppelte Persönlichkeit, Archer entwickelt 1888 eine Theorie des „automatic acting“, wonach Schauspiel über weite Teile unbewusst passiert, und Martersteig fordert 1900 einen Schauspielstil, der Hypnose und Suggestion berücksichtigt. Rosemarie Brucher geht in ihrem Vortrag diesen Einschreibungen des Dissoziativen auf den Grund.
Die Stereoskopie ist ein seit dem 19. Jahrhundert bekanntes Verfahren, um räumlich anmutende Bilder zu erzeugen. Sie ist meist als eine Art Unterhaltungsmedium bekannt – noch heute (in veränderter Form) im populären 3-D-Kino. Doch sie wurde auch bei politischen wie wissenschaftlichen Praktiken eingesetzt, um „Ordnung“ herzustellen. So auch im Dritten Reich. Ein Mitschnitt des Vortrags von IFK_Senior Fellow Jens Schröter.
Charlie Chaplins „City Lights“ gilt auch deshalb als großes Meisterwerk der Filmgeschichte, weil Komödie und Melodrama auf eine neue Art und Weise zusammengeführt werden. Sulgi Lie geht in seinem Vortrag von der Annahme aus, dass diese Synthese weniger auf einer harmonischen Versöhnung, sondern vielmehr auf einem strukturellen Antagonismus zwischen Komik und Tragik basiert – ein Mitschnitt der Lecture von IFK_Research Fellow Sulgi Lie am 3. April 2017.
Künstlerische Forschung/Artistic Research macht seit Jahren auch im deutschsprachigen Gebiet eine anhaltende Karriere, und zwar diskursiv, institutionell sowie auch förderpolitisch. Sie bewegt sich konstitutiv zwischen Theorie und Praxis und stellt dabei ihr wissenschaftlich-künstlerisches Selbstverständnis auf den Dauerprüfstand. Ein Mitschnitt des Vortrags von IFK_Senior Fellow Corina Caduff vom 24. April 2017.