With the rapid disappearance of what have been called traditional societies, with the problems and paradoxes of modernization, and indeed with the cultural strains and crises within our own modern life, the issue of traditions and traditionality is still, or once more, very much in the foreground of theoretical interest.
Der Band versammelt Vorträge und Essays aus dem Zeitraum 1984 bis 2006. Sie tauchen in die Sphäre des Austauschs ein, in der Radikale, die politisch durch Welten voneinander getrennt waren, lebhaft mit einander kommunizierten. Da wir Vertrautem auf feindlichem Terrain begegnen, kommt uns der Austausch heute unheimlich vor.
Der vorliegende Band versammelt aktuelle wie historische Analysen der »Armen« und der sozialen Unterschichten und untersucht diese Phänomene unter einem kulturwissenschaftlichen Blickwinkel.
Seit mehr als zwölf Jahrhunderten begleitet das Schachspiel die Menschen. Von Zeit zu Zeit ändern sie allerdings die Regeln des Spiels wie die der Kunst, der Gebräuche und der Wissenschaft. Am Beispiel des Schachspiels lassen sich daher Zusammenhänge erläutern, die auch für andere Diskurse und ihre Regeln gelten.
Während in den 1960er- und 1970er-Jahren die Entwicklung der »machine translation« Fahrt aufnimmt, wird im akademischen Feld intensiv um den »richtigen« Blick auf die literarische Übersetzung, um ihre theoretische Einfassung und ihre methodologischen Fundamente gestritten. In welchem Verhältnis stehen die zahlreichen übersetzungspoetischen Experimente der Zeit zu dieser Debatte?
Zeitgenössische Mobilitätsvisionen tendieren zum Auto-Automobil. Dabei soll die Steuerung vom Fahrer zum Fahrzeug übergehen, das seine Fahrweisen selbst bestimmt. Eine Verschiebung, die auch die Menschenbilder der Autoindustrie sowie die Subjektivierungsweisen der Fahrzeuginsassen nicht unberührt lässt.
Die Gliederpuppe aus Hans Bellmers bekannten Fotoserien hat nur eine linke Hand. In Anbetracht ihrer oftmaligen kopflosen Vierbeinigkeit nur ein nebensächliches Detail? Dieser linken Hand fehlt aber nicht nur ihr Gegenpart, auch jeder ihrer Finger ist merkwürdig angespannt. Drückt sich in dieser Geste ein Körperbefinden aus – oder gar das Phantom einer rechten Hand?
Genforschung macht alte DNA lesbar und zum Archiv für Perioden ohne schriftliche Quellen. Viele ForscherInnen knüpfen daran die Hoffnung auf eine exakte Geschichtswissenschaft. Doch die Ergebnisse erinnern an konventionelle Geschichts-Erzählungen: Völkerwanderungen, Kriege, Pandemien. Bietet die Archäologie der Milchsäurebakterien einen Ausweg?
Vortrag MUK meets IFK: Norbert Trawöger »Nichts spielen«
Wir spielen Ball, Flöte, Roulette oder die Heldin. Die Zeit spielt uns in die Hände, wieder andere spielen auf Zeit. »Er will ja nur spielen«, heißt es, wenn die Lage scheinbar ungefährlich ist. Der Musiker Norbert Trawöger bringt John Cages »4’33’’« als radikale Komposition ins Spiel, um sich diesem von vielen Seiten zu nähern. Es kann um nichts gehen, aber nicht um weniger.
Für die Maus ist die Freundschaft mit der Krähe eine sehr riskante Angelegenheit, die nur mit Klugheit gelingen kann. So suggeriert es die Fabel aus dem altindischen »Pañcatantra«. Doch geht es hier nicht (nur) um Tierbeziehungen, sondern auch um die Geschichte der bürgerlichen Erziehung sowie der nationalen Selbstbestimmung in Indien.