Buchpräsentation und Lesung: Jan Knobloch, Antonio Lucci: Gegen das Leben, gegen die Welt, gegen mich selbst: Figuren der Negativität
Gespräch: Elisabeth Weber und Thomas Macho »Der Protest des Neinsagenden ist gegen Verrat gerichtet« Versuch eines Gesprächs
Tagung: „Neue Schwierigkeiten nein zu sagen“, Susanne Wernsing „Nein – Sagt Wer? Kämpfe um Deutungsmacht im Museum“
Anlässlich des 100. Geburtstages von Cornelius Castoriadis 2022 ist ein Themenheft der »Zeitschrift für Kulturwissenschaften« geplant, das sich bisher weniger beleuchteten Seiten von Castoriadis’ Philosophie widmet und die Bedeutung dieses Denkers für zeitgenössische Debatten herausarbeitet. Die Arbeitstagung eröffnet die Diskussion.
Vortrag Harald Wolf:
„Castoriadis at Work. Aufklärungen von Arbeit und Technik“
Vortrag von Sigrid Köhler »Die Adressierung der Welt. Menschenrecht als öffentliche Redeform im 18. Jahrhundert«.
Vortrag: Tobias Nanz,»Das Dazwischen als Regierungstechnik. Zu den medialen und politischen Dimensionen des Protokolls«
Während in den 1960er- und 1970er-Jahren die Entwicklung der »machine translation« Fahrt aufnimmt, wird im akademischen Feld intensiv um den »richtigen« Blick auf die literarische Übersetzung, um ihre theoretische Einfassung und ihre methodologischen Fundamente gestritten. In welchem Verhältnis stehen die zahlreichen übersetzungspoetischen Experimente der Zeit zu dieser Debatte?
Zeitgenössische Mobilitätsvisionen tendieren zum Auto-Automobil. Dabei soll die Steuerung vom Fahrer zum Fahrzeug übergehen, das seine Fahrweisen selbst bestimmt. Eine Verschiebung, die auch die Menschenbilder der Autoindustrie sowie die Subjektivierungsweisen der Fahrzeuginsassen nicht unberührt lässt.
Die Gliederpuppe aus Hans Bellmers bekannten Fotoserien hat nur eine linke Hand. In Anbetracht ihrer oftmaligen kopflosen Vierbeinigkeit nur ein nebensächliches Detail? Dieser linken Hand fehlt aber nicht nur ihr Gegenpart, auch jeder ihrer Finger ist merkwürdig angespannt. Drückt sich in dieser Geste ein Körperbefinden aus – oder gar das Phantom einer rechten Hand?
Genforschung macht alte DNA lesbar und zum Archiv für Perioden ohne schriftliche Quellen. Viele ForscherInnen knüpfen daran die Hoffnung auf eine exakte Geschichtswissenschaft. Doch die Ergebnisse erinnern an konventionelle Geschichts-Erzählungen: Völkerwanderungen, Kriege, Pandemien. Bietet die Archäologie der Milchsäurebakterien einen Ausweg?