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Wenn Intellektuelle sich selbst verraten.
Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho über den französischen Philosophen Julien Benda.
Gast: Thomas Macho, Direktor des Internationalen Forschungszentrums für Kulturwissenschaften.
Moderation: Rainer Rosenberg.
Ö1

Utopische Visionen und visionäre Kunst: Wie politisch war Ludwig van Beethoven? Welchen Einfluss hatten Philosophen wie Immanuel Kant und Dichter wie Friedrich Schiller auf seine Musik? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine IFK_ Tagung in Wien unter dem Titel „Utopische Visionen und visionäre Kunst“. Ö1 Kulturjournal

Nach der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager hielten die Alliierten schockierende Bilder von der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie auf Film fest. Diese Filme werden als „Atrocity Films“ oder „Gräuel-Filme“ bezeichnet. Sie konnten allerdings nur einen Teil dessen dokumentieren, was tatsächlich geschehen war.

NS-Kulturelite: Brillant, aber böse:

Der Jurist Carl Schmitt, der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Schauspieler Gustav Gründgens und der Dirigent Wilhelm Furtwängler haben zwei Dinge gemeinsam: Sie waren alle große Könner auf ihrem Gebiet. Und sie waren Aushängeschilder des Nationalsozialismus. Damit stehen sie stellvertretend für die Art, wie die deutsche Kultur- und Wissenschaftselite mit dem NS-Regime verstrickt war. Mit diesem Phänomen hat sich eine Tagung am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien beschäftigt, die heute zu Ende gegangen ist. Mit Helmuth Lethen, Direktor des IFK.

Bilder geben nicht einfach die Wirklichkeit wieder: Mit dieser Prämisse nähert sich der Literaturwissenschaftler Helmut Lethen der Geschichte der Fotografie – und entwirft nebenbei eine lustvolle „Schule des Sehens“, so Ingo Arend in seiner Rezension vom 6. März 2014 im „Deutschlandradio“.