Die Post von Kriegsgefangenen ist während des Ersten Weltkriegs systematisch überwacht worden. Strategien, der Zensur zu entkommen, waren äußerst kreativ. Um versteckte Botschaften in der Korrespondenz aufzuspüren, wurden in einer Zensurstelle in Wien eigens Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigt, beschreibt die Historikerin Evelyn Knappitsch in einem Gastbeitrag.
Das Radio als „Bastelmedium“
1929 hat Radio Wien erstmals die »Bastelstunde« gesendet – der Beginn eines neuen Kapitels in der damals noch jungen Geschichte des Bastelns. In den darauffolgenden Jahrzehnten etablierte sich das Basteln in weiten Teilen der Gesellschaft als Kulturtechnik, wie der Literaturwissenschaftler und ifk Senior Fellow Michael Bies in einem Gastbeitrag schreibt.
»Der Kampf für Israel»
»Der Kampf für Israel«, Gastbeitrag von Natan Sznaider »Der Standard«, 1.4.2023
Gastbeitrag von Susanne Schregel:
Von den „kritischen Unis“ der 1960er Jahre bis zu den „offenen Klimaunis“ und „anti-woken Gegenunis“ der Gegenwart reicht die Geschichte von Gegenhochschulen. Obwohl sie sich als Alternativen zu ihren etablierten Vorgängern sehen, bleiben sie untrennbar mit ihnen verknüpft, argumentiert die Historikerin Susanne Schregel in einem Gastbeitrag.
PETER FILKINS: Das Dilemma des Biografen
Ifk Gastbeitrag von Fulbright ifk Senior Fellow Peter Filkins für science.orf.at: »Das Dilemma des Biografen«
Flughäfen sind – auch in Zeiten der Klimakrise – Knotenpunkte einer vernetzten Welt. Reisende fliegen von A nach B, ebenso ihr Gepäck. Oft wird das aber schon an den Rolltreppen zur Last. Abhilfe schuf der rolltreppenfähige Gepäckwagen: Die Geschichte dieser erstaunlichen Erfindung skizziert der Kunsthistoriker Markus Grossbach in einem Gastbeitrag.
Der lebendige Alltag am Nicht-Ort Flughafen
Wie Supermärkte und Bahnhöfe sind Flughäfen nicht nur funktionale Infrastrukturen. Für viele, gerade auch Obdachlose und Asylsuchende, sind sie ihr Lebensmittelpunkt. Eine Wiener Tagung widmet sich diesen Alltagsgeschichten.
1959 wurde Hannah Arendt nach Hamburg eingeladen, um den Lessing-Preis entgegenzunehmen. Die politische Theoretikerin und Publizistin konnte den Preis als Jüdin nicht ablehnen, aber auch als Deutsche nicht annehmen. Identität wird bei ihr zur politischen Tatsache, wie der Soziologe Natan Sznaider in einem Gastbeitrag beschreibt.
Lasst Bilder sprechen
Rezension zu Günther Sandners „Weltsprache ohne Worte. Rudolf Moodley, Margaret Mead und das Glyphs-Projekt.