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Kultur hat bei der Verbreitung der NS-Ideologie eine wichtige Rolle gespielt. In Wien produzierte Filme etwa negierten Moderne und Avantgarde und setzten auf das Klischeebild eines unbeschwerten, walzertanzenden und »ewigen Wiens«. Die Filmmusik hatte daran großen Anteil, wie der Musikwissenschaftler Timur Sijaric in einem Gastbeitrag schreibt.

In der Ukraine fallen russische Bomben, die Diplomatie hat momentan wenig zu melden. Vielleicht ändert sich das aber wieder, die diplomatischen »Techniken der Übereinkunft« (Walter Benjamin) haben eine lange Tradition. Wie wichtig Kunst und Literatur dabei seit dem 17. Jahrhundert waren, skizziert der Kulturwissenschaftler Clemens Peck in einem Gastbeitrag.

Ein Gastbeitrag von Clemens Peck im Rahmen einer IFK_Tagung, die vom 18.-20. Mai unter dem Titel »Verhandlungskunst. Praktiken der Diplomatie in der Literatur und den Künste« statt fand, organisiert vom IFK und der Diplomatischen Akademie Wien.

Plötzlich war alles anders. Nicht an den Arbeitsplatz, in die Schule, ins Restaurant gehen. Niemanden treffen. Keine Feste, Feiern, Zusammenkünfte. Keine Reisen, Sportveranstaltungen, Theaterabende. Das vor der Pandemie so oft als langweilig oder ungerechtfertigt normierend verpönte Normale wurde mit dem Ausnahmezustand zur Sehnsucht, zum Traum, zum Desiderat. Das Normale als das Gewünschte erlebt in Krisenzeiten Aufwind. Schon während Trumps Präsidentschaftswahlkampf hatte der Begriff diese positive Bedeutung angenommen.