Soziale Oberflächen. Distinktionen im urbanen Raum.
Das Projekt widmet sich den ästhetischen Codes unterschiedlicher Typen öffentlicher und halböffentlicher städtischer Räume des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden die sich verändernden architektonischen und künstlerischen Ausstattungen transitorischer Räume, die Herstellung ihrer spezifischen Qualitäten und affektiven Potenziale durch gestalterische Maßnahmen. So spielt etwa die Geschichte der Orte im Verhältnis zur Semantik der Materialien, der taktilen oder optischen Oberflächengestaltung ebenso eine Rolle wie die „Möblierung“ mit nützlichen Dingen und künstlerischen Arbeiten. Welches soziale Distinktionspotential dieses symbolische Kapital enthält, gilt es zu analysieren.
Monika Wagner studierte zunächst Malerei, dann Kunstgeschichte, Archäologie und Literaturwissenschaften in Hamburg und London; nach der Assistenzzeit in Tübingen lehrte sie von 1987 bis 2009 Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und leitete das Funkkolleg Moderne Kunst. Fellowships führten sie an das Kulturwissenschaftliche Institut Essen und an das Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit 2005 ist sie Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Kunst des 18. bis 20. Jahrhunderts, zu Geschichte und Theorie der Wahrnehmung, zur Ausstattung öffentlicher Räume sowie zur Materialikonografie.
31 Januar 2025