Mit der Sonnenbrille ins Museum
„Schwarz-Weiß“ lautete das Thema eines kulturwissenschaftlichen Kongresses in Wien. Die Organisatoren, Helmut Lethen und Monika Wagner, erzählen von Macht und Ohnmacht des Schwarzweißen in Fotografie, Film und Kunst. Ein Gespräch über Farbphobie und die Suche nach der Wirklichkeit.
Interview vom 26.05.2013 von Robert Czepel.
Hysterisch gebärden sich zuweilen nicht nur Frauen.
Kürzlich erreichte uns folgende Depesche: „An der südöstlichen Spitze Italiens, im Salento, kommt es jahrhundertelang zu einem Ereignis, in welchem sich vor allem Frauen einige Tage oder eine Woche hysterisch gebärden.“ So weit so ungewöhnlich. Wobei zu betonen ist: Hysterisch gebärden sich zuweilen nicht nur Frauen. Doch weiter: „Frauen imitieren das Bellen eines Hundes, stöhnen, wälzen sich am Boden und tanzen eine unglaubliche Anzahl von Stunden pro Tag zum Rhythmus der pizzica.“ Man nennt die Frauen: die Tarantelbesessenen (tarantate).
Aha, nun wissen wir es. Pizzicato heißt bekanntlich „gezupft“ bzw. „gezwickt“: Wen in Süditalien eine Tarantel (deren Gattungsname Tarentula übrigens nach der italienischen Stadt Tarent benannt ist) zwickt oder „pizzikiert“, der zuckt im Rhythmus der Pizzica aus. Bei diesem Pizzica-Tanz umarmen sich zwei Tanzpartner herzlich: Das dürfen auch zwei Frauen, und ja, sogar zwei Männer sein. So war es jedenfalls bis in die 1980er-Jahre, erzählt man sich im Salento. Das bestätigt heute Abend auch ein Vortrag im Wiener IFK. Das ist übrigens eines jener Institute, die von den Einsparungen bei außeruniversitärer Forschung äußerst pikiert sind. VERS
Prekariat reicht über die Wissenschaft hinaus
Thomas Macho, dem IFK_Direktor ab 1. März 2016, im Interview mit Klaus Taschwer für „Der Standard“, 26.8.2015.
Ruinen aus Stein und im Bewußtsein
Yfaat Weiss im Interview mit Lukas Wieselberg auf science.orf.at zu ihrem am IFK entstandenen Buchprojekt „Verdrängte Nachbarn. Wadi Walib – Haifas enteignete Erinnerung“.
Schockmoment auf der Rückseite eines Lebens
„Die Welt online“, vom 12.März 2014 zu Helmut Lethens „Der Schatten des Fotografen. Bilder und ihre Wirklichkeit“.
Souverän und amüsant
Jochen Schimmang rezensiert am 6. 3. 2013 in der TAZ Helmut Lethens „Auf der Suche nach dem Handorakel“.
Die „Tiroler Tageszeitung“ vom 8. Mai 2014 berichtet über den Staatspreis für „Die schönsten Bücher Österreichs“.
Unter den drei Preisträgern: IFKs „Katalog der Unordnung“.
Steinzeit der Evidenz
Helmut Lethen, Direktor des IFK, hat für SPLACE, dem neuen digitalen Magazin der Kunstuniversität Linz, zum Themenschwerpunkt „Farbe“ einen Essay zu Roland Barthes Schwarz-Weiß-Verständnis verfasst.
Taktische Manöver um den Genozid
Anson Rabinbach, IFK_Gast des Direktors im Sommersemester 2013 im Interview mit Michael Freund für „Der Standard“/Forschung Spezial am 19. Juni 2013.