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Umkämpfte Sorge

Im strukturell sorglosen Kapitalismus wird Sorge zur politischen Artikulation des Begehrens nach anderen Beziehungen. Insbesondere in Archiven queerer und feministischer Proteste finden sich Flugblätter, Manifeste, Bilder und theoretische Texte, die Sorge auf unterschiedliche und teils widersprüchliche Bedeutungsebenen politisieren.

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Ab 1850 vollzieht sich eine radikale Transformation der Bibliotheken, und das weltweit. Sie bleiben Literaturarchive, werden aber nun durch regelmäßige Etats zu Orten, die das Neueste im Regal haben und das aktuellste Wissen kommunizieren. Das Lesen wird in den modernen Industrie-gesellschaften zur umfassenden Beschäftigung mit der eigenen Welt, der Aufenthalt in der Bibliothek zu einem Akt der Selbstvergewisserung.

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Etwas abseits gelegen hat es bei der Wiener Weltausstellung 1873 ein »Indianer-Café« gegeben. Afroamerikanische Kellner servierten dort neumodische Cocktails. Die bizarre Präsentation wurde damals mit einer Mischung aus Neugier und Abwertung aufgenommen, schreibt die Kunsthistorikerin Monika Wagner in einem Gastbeitrag für science.orf.at.