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Wir werden in Zukunft anders arbeiten müssen – und dieser Ausblick ist mit Ängsten und Utopien zugleich verbunden: Digitalisierung, Automatisierung, Globalisierung, Mindestlohn und die Frage eines bedingungslosen Grundeinkommens sind nur einige der Schlagwörter des sich vollziehenden tiefgreifenden Wandels. Was bedeutet die Klimakrise für die Zukunft der Arbeit? Droht Massenarbeitslosigkeit durch digitale Medientechnologien? Wie steht es um das künftige Verhältnis von Arbeit und Muße? Und: Was wird aus der Arbeitsgesellschaft, wenn Vermögen und Chancen immer mehr vererbt werden?

Eine Ö1-Dimensionen-Sendung zur IFK_Tagung „Andere Arbeit.

Am 3.Juni 2019 hielt Fiona Faßler den Vortrag: “Über dreierlei Maus-Klicks in der Geschichte der Tierdressur“. am IFK, dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Ab dem mittleren 19. Jahrhundert erreicht innerhalb kurzer Zeit die Dressur ihre bis heute anhaltende Popularität. In unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen fasziniert das Narrativ der Dressur, Verhalten von Tieren nach Belieben zu steuern und somit für eigene Zwecke in den Dienst zu nehmen. Besonders in den Kategorien der Zirkusgeschichte, der Verhaltenswissenschaft, der Entwicklung von Militärstrategien sowie in der (Trick-)Filmgeschichte boomen dessen Funktionalisierungen. Zur „Philosophischen Audiothek“

Vor 100 Jahren veröffentlichte Johan Huizinga, eigentlich promovierter Indologe, einen Klassiker der Kulturgeschichte: „Herbst des Mittelalters“. In diesem Werk, das seinen internationalen Ruhm begründete, beschrieb der niederländische Kulturhistoriker den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit nicht als Aufbruch, wie es bis dahin üblich gewesen war, sondern als Ausklang und Endphase, in der sich Neues als späte Blüte zeigte. Diese Umdeutung einer Spätzeit zur Quelle von Neuem faszinierte Huizingas Zeitgenossen. Eine „Dimensionen“-Sendung zur IFK_Tagung „Huizinga heute“ vom 15. bis 17. Mai 2019.

Die Negativität hat keinen guten Ruf. Besonders in unserer Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft gilt das Neinsagen als Störfaktor oder Eingeständnis des persönlichen Scheiterns. Dabei zielt die Negativität immer auf eine Welt ab, mit der man nicht einverstanden ist und die man sich anders wünscht. – Davon legen beispielsweise die Werke Arthur Schopenhauers, Emil Ciorans, Samuel Becketts oder Michel Houellebecqs Zeugnis ab. Denn die Lage des Menschen ist nach ihrem Urteil schlicht katastrophal. „Dimensionen“, Ö1, 13.5.2019

Christina Wessely machte – im Zuge ihrer Recherchen über das Genre Löwenbabyfotografie – einen Herrn ausfindig, der im Berliner Tiergarten Friedrichsfelde jahrzehntelang einen Fotostand betrieben hatte. Er erzählte ihr nicht nur aus seinem Berufsleben als Löwenbaby-Fotograf, sondern überließ ihr sein Archiv mit hunderten solcher Bilder. Wesselys Erkenntnisse aus der Auswertung dieses Konvoluts sind im Büchlein „Löwenbaby“ nachzulesen, das gerade im Mathes & Seitz Verlag erschienen ist. Zur Sendung

Bücheraschau am IFK, 21.3.2019