IFK_Sommerakademie 2022: ARBEIT VON MORGEN: LUST, LAST, VERLUST?

 

ZEITRAUM: 14.–20. August 2022

ORT: Jägermayrhof, Linz

Debatten um die Zukunft der Arbeit sind widersprüchlich. Einerseits wird ein Verschwinden der produktiven Arbeit durch Digitalisierung und Automatisierung prognostiziert – Workingman’s Death, so hieß der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm von Michael Glawogger aus dem Jahr 2005 –, andererseits wird eine »Rettung der Arbeit« (Lisa Herzog) gefordert, die nach wie vor als eine wichtige Quelle gesellschaftlicher Anerkennung und als materielle Voraussetzung eines guten Lebens betrachtet wird. Diskutiert wird über ein Grundeinkommen oder ein »Grunderbe«; zugleich entstehen im Schatten der aktuell herrschenden Pandemie neue Arten von Arbeitsplätzen: Homeoffice, Mobile Office, virtuelle Bürogemeinschaften. Die Frage, welche Arbeiten wir in Zukunft verrichten werden, muss auch auf verschiedene Orte und Länder im Globalen Süden oder Norden bezogen werden, ganz abgesehen von den möglichen Auswirkungen des Klimawandels. Die Sommerakademie des IFK fragt nach historisch spezifischen Konstellationen von Arbeit und Arbeitsbeziehungen, vor allem aber nach den Versprechen und Krisen, Hoffnungen und Befürchtungen, die zukünftige Arbeitsgesellschaften befeuern werden. Welche Effekte können von der digitalen Durchdringung der Lebenswelten erwartet werden? Welche Gestalt werden Arbeits- und Eigentumsverhältnisse, Arbeits- und Ausbildungsplätze annehmen? Welche Szenarien von Arbeitsmigration zeichnen sich ab? Welche Alternativen – vom ökologischen Recycling bis zur Kreislaufwirtschaft – werden sich durchsetzen? Und wie werden neue Arbeitsformen in den Bereichen von Kunst und Kultur in Zukunft aussehen?
 
 
SEKTIONEN & FACULTY
 

Sektion 1: Sag mir, wo die Arbeitenden sind. Formen der Arbeit in globaler Perspektive 

Leitung: Andreas Eckert, seit 2007 Professor für Afrikanische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2009 Leiter des geisteswissenschaftlichen Kollegs »re:work – Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive«

Sektion 2: Transformationen der Arbeit. Internationale Perspektiven 

Leitung: Heike Zirden, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

Sektion 3: Circular Economy. Reparieren, Umbauen, Recycling und Erneuerung 

Leitung: Christiane Luible-Bär, Professorin für Fashion & Technology an der Kunstuniversität Linz

Sektion 4: New Work, Playful Work, neue Arbeitsplätze 

Leitung: Mathias Fuchs, Professor am Institut für Kultur und Ästhetik der Medien an der Leuphana- Universität in Lüneburg

Sektion 5: Gibt es ein falsches Leben im richtigen? Arbeit in Kunst und Museen 

Leitung: Daniel Tyradellis, Humboldt-Universität zu Berlin, Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik

 

Mit der seit 2003 jährlich stattfindenden Akademie will das IFK folgende Ziele erreichen:

› Stärkung kulturwissenschaftlicher Verfahren und Perspektiven in den Geistes-, Kunst- und Sozialwissenschaften

› Nachwuchsförderung durch intensive Zusammenarbeit von jungen und arrivierten Forscher*innen

 

Die IFK_Akademie richtet sich an...

(Nachwuchs)wissenschafter*innen und kulturwissenschaftlich versierte Künstler*innen, die ein zentrales Interesse an Kulturwissenschaften haben. Österreichische Bewerber*innen oder solche, die an österreichischen Wissenschaftseinrichtungen arbeiten, werden besonders zur Antragstellung ermutigt.

 

Das Stipendium beinhaltet...

Unterbringung im Einzelzimmer, Verpflegung (exkl. Getränke) sowie Bereitstellung von Arbeitsunterlagen. Die Anreise an den Akademieort (Jägermayerhof) in Oberösterreich muss selbst übernommen werden.

 

Für die IFK_Akademie 2022 Online Application klicken Sie bitte >>HIER<< (Deadline: 24. April 2022).

 

Foto: Still: »Workingman’s Death«, Lotus Film/Michael Glawogger

 

Bewerbungsbeginn: 19. Februar 2022
Bewerbungsende: 24. April 2022