Mediathek

Jüdische Männer würden, genau wie Frauen, »menstruieren« – davon berichtet ein Kanon von vormodernen christlichen Quellen. Sie kreieren ein Bild von jüdischer Identität, in dem sich Vorstellungen von religiöser, sozialer und körperlicher Minderwertigkeit verschränken. Der Vortrag zeichnet die Geschichte dieses unbekannten antisemitischen Motivs nach.

Audio abspielen

Nichts gebe so verlässlich Auskunft über die Spaltungen und Schichtungen einer Gesellschaft wie die Ehen, stellte Alexis de Tocqueville 1856 im fünften Buch seines epochalen Werks „Der alte Staat und die Revolution“ fest. Noch sechzig Jahre nach der Großen Revolution in Frankreich verhinderten die „alten“, vorrevolutionären Eliten und die „neuen“ Familien, die nach der Revolution zu Geld und Einfluss gelangt waren, zuverlässig, dass zwischen ihren Kindern Ehen geschlossen wurden. Von Perikles’ Staatsbürgerschaftsgesetz aus dem Jahr 450 v. Chr. bis heute: Wer wen heiratete und heiraten durfte, betrifft bis heute die Identität ganzer Gesellschaften. Es erzählt davon, wer dazugehören darf und wer nicht.

Audio abspielen

Sabina Cveček studied ethnology and socio-cultural anthropology at the Universities of Ljubljana and Vienna. From 2016 to 2020 she was a doctoral researcher in the Department of Social and Cultural Anthropology at the University of Vienna. In 2019 she was a visiting researcher at the Max Planck Institute for Social Anthropology in Halle/Saale, Germany. Currently she is an IFK_Junior Fellow.

Audio abspielen

Sexualwissen aus Kunstwerken, Pornographie und Popkultur.
Gast: Beate Absalon, Kulturwissenschaftlerin, Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien, Dissertantin an der Kunstuniversität Linz und Workshop-Leiterin.
Moderation: Natasa Konopitzky. Zur Sendung