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Der Lesesaal wird im 19. Jahrhundert als Teil der modernen Bildungskultur entwickelt; er ist bis heute ein stark aufgesuchter Ort geblieben. Seine Anfänge sind eindrucksvoll: Weltweit entstanden zwischen 1870 und 1920 mehrere Tausend Lesesaalbibliotheken. Dabei wurden verschiedene Typen ausgebildet, von öffentlichen über universitäre bis hin zu Nationalbibliotheken.

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Der Lesesaal ist im 19. Jahrhundert als Teil der modernen Bildungskultur entwickelt worden. Nicht nur im übertragenen Sinn boten Lesesäle eine Atmosphäre zum Atmen, auch aus hygienischer Sicht waren sie Orte guter Luft – der Lesesaal der British Library etwa, den auch Karl Marx nutzte. In einem Gastbeitrag gibt der Philosophiehistoriker Ulrich Johannes Schneider einen Einblick in die Bibliotheksverhältnisse des 19. Jahrhunderts.

Ein Gastbeitrag von IFK_Senior Fellow Ulrich Johannes Schneider für science.orf.at