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Nach der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager hielten die Alliierten schockierende Bilder von der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie auf Film fest. Diese Filme werden als „Atrocity Films“ oder „Gräuel-Filme“ bezeichnet. Sie konnten allerdings nur einen Teil dessen dokumentieren, was tatsächlich geschehen war.

NS-Kulturelite: Brillant, aber böse:

Der Jurist Carl Schmitt, der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Schauspieler Gustav Gründgens und der Dirigent Wilhelm Furtwängler haben zwei Dinge gemeinsam: Sie waren alle große Könner auf ihrem Gebiet. Und sie waren Aushängeschilder des Nationalsozialismus. Damit stehen sie stellvertretend für die Art, wie die deutsche Kultur- und Wissenschaftselite mit dem NS-Regime verstrickt war. Mit diesem Phänomen hat sich eine Tagung am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien beschäftigt, die heute zu Ende gegangen ist. Mit Helmuth Lethen, Direktor des IFK.

Bilder geben nicht einfach die Wirklichkeit wieder: Mit dieser Prämisse nähert sich der Literaturwissenschaftler Helmut Lethen der Geschichte der Fotografie – und entwirft nebenbei eine lustvolle „Schule des Sehens“, so Ingo Arend in seiner Rezension vom 6. März 2014 im „Deutschlandradio“.

Mit Anna Lindemann, Wissenschaftshistorikerin, Kollegiatin des Doktoratskollegs „Naturwissenschaften im historischen, philosophischen und kulturellen Kontext“ an der Universität Wien und Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK)im Wintersemester 2014/15. Zur Sendung