18:15
Das Leben zwischen mehreren Orten und ihren sozialen Bindungsansprüchen schien lange Zeit das Emanzipationsversprechen der Globalisierung zu versinnbildlichen. Beschrieben war damit allerdings ein Leben, das sich überall auf der Welt irgendwie zu Hause wissen durfte, zugleich aber sich nirgends wirklich heimisch fühlen konnte. Nach einer Zeit der bereitwilligen Hypermobilität scheint mittlerweile eine gewisse Sättigung eingetreten zu sein, gegenüber einem Lebensmodell, das technologisierte Allgegenwart und das Offenhalten von Optionen in den Vordergrund stellt. Jörg Dürrschmidt misst die Temperaturschwankungen dieses sozialen Klimawandels.
15:00 - 18:00
John L. and Jean Comaroff’s new book entitled „Ethnicity, Inc.“ provides provocative insight into recent phenomena concerning the commodification of ethnicity.
18:15
Ein Autist ist schwierig, einsam und egozentrisch. Ein Autist ist ein Mann. Nicole C. Karafyllis erläutert das Wechselspiel von naturwissenschaftlichen und kulturellen Zuschreibungen und hinterfragt auf kritische Art und Weise die Geschlechterzuweisungen auf medizinischer und populärer Ebene.
18:15
Wie können auf Wohlstand gründende Zivilgesellschaften mit der auf sie zukommenden Individualisierung von Risiken und wachsender Armut umgehen, ohne ihre demokratischen Errungenschaften einzubüßen?
18:15
Der Islamwissenschafter Philipp Bruckmayr zeichnet die Entwicklung des Islam in Kambodscha innerhalb der turbulenten letzten eineinhalb Jahrhunderte nach. Einer Zeitspanne, die von der Abfolge französische Kolonialherrschaft, Erlangung der Unabhängigkeit, Bürgerkrieg und Autogenozid unter den Roten Khmer, Isolation unter vietnamesischem Mandat und schließlich Hyperglobalisierung gekennzeichnet war.