18:00
Wie sah die sprachliche Realität Lembergs, einer Stadt, in der Polnisch, Ukrainisch, Deutsch, daneben Jiddisch, Latein, Armenisch und Kirchenslawisch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesprochen wurde, aus? Wie wurde mit dem mehrsprachigen Potenzial der Bevölkerung umgegangen? Welche Rolle spielte dabei die Sprachenpolitik der Habsburger? Diesen Fragen geht Stefaniya Ptashnyk am Beispiel des Presse- und des Bildungswesens in Lemberg nach.
18:00
Kaum eine Sphäre moderner Gesellschaften ist vom Imperativ „Vernetze Dich“ verschont geblieben. Netzwerken ist nicht nur selbstreferenziell geworden, sondern auch zu einer Tugend.
Bellizistische Spiele sind Echo wie Lautsprecher der Kriegsbegeisterung und -hetze, sie erzählen ein dunkles, bislang kaum bekanntes Kapitel der materiellen Kultur. Ähnlich wie Literatur, Plakat und Film dienten und dienen auch Spiele der politischen (Kriegs-)Propaganda. Durch Computersimulationen von Konflikten und den Einsatz von Kampfdrohnen, die von Soldaten in tausenden Kilometern Entfernung mit dem Joystick gesteuert werden, erscheint die Betrachtung des Verhältnisses von Krieg und Spiel aktueller denn je.
18:00
Mit seinem strukturalistisch-semiologischen Schreibprogramm der 1960er-Jahre machte es sich Peter Handke zur Aufgabe mittels ästhetischer Verfahren ein Bewusstsein für die falsche Natur in der Gesellschaft zu schaffen.
18:00
„So ist es wirklich gewesen“ – diesen Anspruch auf Wahrheitstreue stellt nicht nur der Historismus an seine Erzählungen, er wird auch zum Leitbild der Historienmalerei und des Historienfilms. Mithilfe welcher Verfahren versuchen Malerei und Film, das Vergangene im Bild noch einmal erfahrbar zu machen?
18:00
Liberale Demokratien verzichten in einer bedeutenden Anzahl von Fällen auf die Durchführung von Abschiebungen. Trotz Ausweisungsentscheid wird die Abschiebung aus rechtlichen oder faktischen Gründen nicht durchgeführt. Wie und vom wem werden diese Entscheidungen über Bleiben oder Fortweisen verhandelt?
18:00
Schwarz-Weiß verschwindet nicht aus der Fotografie, nicht aus den Filmen. Schwarz-Weiß wird Authentizität bzw. Echtheit zugeschrieben. Die Gründe für diese Zuschreibung erfassen verschiedene KulturwissenschafterInnen mit ihren Beiträgen im neuen Band „Schwarz/Weiß als Evidenz. With black and white you can keep more of a distance”. Das Buch wird von Monika Wagner und Helmut Lethen (Hg.) präsentiert und erscheint als 1. Band im Rahmen der Publikationsreihe „Schauplätze der Evidenz“.
18:00
„Barbarossa“, „Ludwig XIV.“, „Die Nihilisten“, „Klondike“ – diese Titel aus dem über 150 Stücke umfassenden Repertoire des Zirkus Busch, eines Spezialisten für Ausstattungspantomimen zwischen 1884 und 1948, weisen auf eine populärkulturelle Form des historischen Erzählens hin, welche die uns vertrauten modernen Konzepte in Frage stellen kann.