Programm

12 Januar 2022
18:15

!!!ACHTUNG VERSCHIEBUNG!!!

Leider muss der Vortrag von Kerstin Mayerhofer auf 23. März 2022 verschoben werden.

Jüdische Männer würden, genau wie Frauen, »menstruieren« – davon berichtet ein Kanon von vormodernen christlichen Quellen. Sie kreieren ein Bild von jüdischer Identität, in dem sich Vorstellungen von religiöser, sozialer und körperlicher Minderwertigkeit verschränken. Der Vortrag zeichnet die Geschichte dieses unbekannten antisemitischen Motivs nach.

19 Januar 2022
18:15

Spezifische künstlerische Methoden und Ausdrucksmöglichkeiten der 1960er-Jahre werden nach den Erkenntnissen der »Kulturvirologie« erst vor dem Hintergrund neuer, physikalisch und biologisch inspirierter Interaktionsmodelle nach dem »Prinzip Virus« denkbar, die ihre Entsprechung in Mikrobiologie, Ökologie und biologischer Strukturkoppelung finden.

24 Januar 2022
18:15

1930 bezeichnet der sowjetische Semiotiker Walentin Woloschinow die indirekte Rede als »Rede in Rede … und gleichzeitig Rede von Rede«. In diesem Vortrag wird die indirekte Rede als literarisches und formales Verfahren betrachtet, mithilfe dessen österreichische Autor*innen grundlegende sozialpolitische Fragen der Nachkriegszeit aufwerfen.

27 - 28 Januar 2022

Tagtäglich orientieren wir uns an Richtungshinweisen. Dass wir damit bedenkenlos einem Zeichen folgen, dessen materieller Referent mit dem Pfeil ein gefährliches, oft tödliches Geschoß darstellt, entgeht uns dabei meistens und ist nicht zuletzt auf die Ausdifferenzierung der Zeichenfunktion des Pfeils in der visuellen Kultur der Moderne zurückzuführen.